Coffeeshop

Wie immer Durst am Morgen
schlich ein Schatten meiner selbst,
innendrin nur voll mit Sorgen
zum Coffeeshop.
Wie immer Sehnsucht spürend
trat ich durch die Tür,
innendrin noch immer frierend,
in den Coffeeshop.
Die Freude taute langsam auf.
Wie gewöhnlich wartete mein Tisch.
Dann nahm alles seinen Lauf
im Coffeeshop.
Wie immer an dem Fenster dort
Würde mich mein Stuhl erwarten.
Er war mein Rückzugsort
im Coffeeshop.
Panik heute! Mein Platz nicht frei!
Jemandem mit langem Haar
schien es einerlei
im Coffeeshop!
Zerstört am Boden und umnachtet
nahm ich den noch freien Stuhl.
Hab nicht auf die Frau geachtet
im Coffeeshop.
Hätt‘ ich sie doch wahrgenommen,
angesprochen und gelacht,
hätte ich das Glück bekommen
heut im Coffeeshop.
©Michael Kalters
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