Der Tanzabend

Schweiß in der Luft
Lichter irren umher.
Tausend Ameisen
die im Chaos wimmeln.

Verloren sitze ich an der Bar
du kommst zu mir,
dein Leib zuckt
im Rhythmus der Musik.

Die Nacht umschlingt schon 
und die Stadt schläft.
Doch hier tanzen Puppen
im blinkenden Licht.

Du ergreifst meine Hand
ohne zu fragen,
ziehst mich ins Gewimmel
der verlorenen Gestalten.

Als webst du,
als spinnst du,
flatterst du 
um mich herum.

Deine Augen sind Seen,
saugen mich in den Wirbel.
Deine Arme schlingen sich
um meinen Hals.

Wie zwei Feuerzangen –
und ich tanze mit dir
bis alles verschwimmt
und mein Körper sich auflöst.

Dein Körper glüht,
presst sich an meinen,
sticht flammend 
mitten in mein Herz.

Ich vergesse meinen Namen,
den deinen kannte ich nie.
Was zählt, ist der Rhythmus
und die Blitze in der Dunkelheit.

Deine Schulter kreist,
dein Bein legt sich um mich.
Du in Schwarz,
und ich - ohne Willen.

Schweiß in der Luft
Lichter irren umher.
Tausend Ameisen
die im Chaos wimmeln.

Die Takte peitschen,
das Licht ist Opium,
dein Körper so nass,
versinken wir im Nebel.

Inspiriert von »Wednesday | Wednesday Addams | The Safety Dance«

 

©Michael Kalters

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