Es ist vorbei

Der dunkle Blues
hallt durch die Nacht.
Der Mond scheint nicht,
die Sterne stecken fest im Nebel.

Als würde ich weinen,
schmecken meine Lippen nach Salz.
Starre aufs Handy
dieses kalte Licht der Nacht.

Ein Abschied in wenigen Sätzen.
Ein Dolch, der mein Herz durchdringt.
Mein Finger, was tut er da?
Ein Tippen, und du bist gelöscht.

Suche die verruchteste Bar, 
um meinen Schmerz zu vergessen.
Stattdessen erinnere ich mich
an dich und deine Wärme.

Ich konnte dir nicht sagen,
was ich wirklich empfand für dich.
Diese Schwelle war zu hoch.
Es tut einfach nur weh.

Du hast zu viel erwartet, nur Worte,
die nichts wirklich sagen.
Du hast nicht mein Wesen erkannt.
Und bist gegangen.

Der Whisky ist ehrlich.
Kein verlogener Dunst.
Der vergeht und dann nur
zerbrochene Seelen hinterlässt.

Ich verlasse die Bar.
Die Straße ist finster.
Ich werde jemanden finden,
der mich lieben kann.

Leb wohl, noch atme ich.
Vielleicht finde ich
eine Gefährtin für abendliche Gespräche.
Die mein Herz versteht.

Mein Haus ist leer.
Die Fenster blicken dunkel.
Schlaf zwingt mich in den Tod.
Mein Geist jedoch flieht zu ihr.

 

©Michael Kalters

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