Die letzte Nacht

Luftig frisch
zieht die Nachtluft
durchs Fenster herein.
Der Wein atmet.

Ein Hahn kräht.
Er dürfte das nicht.
Jetzt in der Nacht,
wo alles schläft.

Nachdenken muss nicht sein.
Alles ist gedacht.
Gelebt. Gelitten.
Nur bittere Erinnerung.

Das Salz der Liebe –
weggeschwemmt 
im Meer der Tränen.
Es gibt Grenzen.

Befreiung erwartet.
Tage voll Schmerz.
Die Schwärze der Nacht
mein einziger Freund.

Ich wollte nie
diese Welt besuchen.
Und heute werde ich
gehen.


©Michael Kalters

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