2018 (36)

junge Frau auf dem Sofa mit einem Buch

Offline

Denkt die Welt, unendlich schrill, mit ihren tausend Stimmen, sie kann machen, was sie will? In ihre Form mich zwingen? Ich bin heute ohne Gnade und kappe jede Nabelschnur. Versprech es mir und sage: Heut flieh ich der Tortur! Offline bin ich heute und schalte auch das Handy aus! Treffe keine Leute, gehe nicht mal aus dem Haus! Nehme mir ein dickes Buch mit Seiten aus Papier. Genieße den Geruch und trink ein kühles Bier. Die Welt wird langsam leise, als gäbe es sie nie. Bin lange schon auf Reise im Reich der Fantasie. zurück

eine alte Litfasssäule

Die alte Litfaßsäule

Eine alte Litfaßsäule mit mehr Rissen als Plakaten steht am Stadtrand einsam - wie verraten. Diese alte Litfaßsäule, keiner braucht sie mehr. Dass sie wieder leuchten möge, wünscht sie sich so sehr. Und die alte Litfaßsäule, grau und ohne Zweck, gibt alsbald die Hoffnung auf - wünscht sich nur noch weg! Wie die alte Litfaßsäule traurig fast schon will ermatten, trifft ein junges Menschenpaar küssend sich in ihrem Schatten. Da spürt die alte Litfaßsäule, dass sie steht nicht ohne Zweck. Sie wird rundherum ganz rot und schaut leise schmunzelnd weg. Hörprobe: Gedicht anhören zurück

ein verliebtes Paar am Meer

Nur du

Fühlst du dich elend, bin ich da, um dich zu stützen. Dir ganz nah. Fühlst du nur Trauer und dein Herz klopft wild, schweig ich mit dir. Meine Ruhe dich umhüllt. Bist du am Boden, verlierst den Grund, hast nur noch Zweifel, tröstet dich mein Mund. Und schauen deine Augen später strahlend in die Welt, fühlst dich wieder glücklich - es bist nur du, die für mich zählt. Hörprobe: Sprecherin Dana Schuster zurück Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... Video ohne Cookie

eine Frau mit verbundenen Augen

Tiefer Fall

Du und ich, immer beieinander. Besser konnte es nicht sein. Konventionen, niemals Durcheinander- unsre Herzen - wie aus Stein. Lass uns jetzt nach unten gehn, in den Keller unsres Lebens, und uns gegenüberstehn der Asche unsres Strebens. Normal gelebt ist nun gewesen, jetzt gilt es nur noch zu versinken. Im Morast und Schlamm verwesen, uns aus allem auszuklinken. Du kommst nicht mit mir herunter? Lässt mich ganz alleine gehn? Bist du vielleicht noch lebensmunter? Um mich jedoch ist es geschehn. "Der ist verloren, ohne Frage! War eh so komisch von jeher!" Verwese lustvoll ohne Klage, kein Anspruch quält mich mehr.

ein Frauengesicht hinter Glas

Spiegelglas

Schau durch die Scheibe und sehe mich. Nur ganz schwach dahinter dein Gesicht. Das Glas alltäglicher Gefälligkeit verschleiert mir den Blick. Sterb ich einsam liegt es nicht an dir. Bin selber schuld. Hätte mit dem Hammer mutiger Entschlossenheit zertrümmern sollen unser beider Einsamkeit. zurück

ein gemaltes Frauengesicht

Warum …

Warum bist du da? Warum quälst du dich mit mir? Warum stöhne ich mit Schmerzen auf über dich? Pech und Schwefel sind wir zwei und explodieren. Warum müssen wir so eng uns reiben bis es glüht? Warum schmerzt es, wenn wir brennend vergehen ineinander? Warum, Warum. Womöglich kann die Antwort Liebe sein? zurück

eine Frau trauert

Der Gefühle Tod

Gefühle gleich den alten Socken abgelegt und ausgewaschen verlieren Farbe grau und trocken. Das Prickelnde verdunstet wie Saunanebel nach der Öffnungszeit. Wird schal und ohne Kraft. Ich legte dir mein Herz und was ich fühlte offen. Du findest keine Zeit, degradierst nur mein Vertrauen. Ich bin noch ich und kenne gut was in mir steckt. Trotz deiner Ignoranz. Gefühle sind wie alte Socken doch auch die Menschen denen ich sie teile. Bleib nur ich. Alleine. zurück

ein dunkler Raum mit Schattenhänden an den Wänden 

Im Gedenken

Furchtbar fremde Gedanken stülpen sich mit Macht über meinen Verstand. Verbrennen mir die Seele. Ängste fest umranken mich in dunkler Nacht. Ich bin verdammt, schrei Furcht aus voller Kehle. °°° Erwache nass und abgehetzt. Mein Herz schlägt zitternd durch die Brust und sticht. Der Verstand sich bald zersetzt. Meine Existenz- verwitternd. Leb nicht mehr im Licht. °°° Wer und wo bin ich? Unerlöst von aller Qual. Sag es mir und sprich: Bin ich nicht normal? °°° Liebster, hattest einen Traum, wie jede Nacht seit meinem Tod. Durchziehst nun Zeit und Raum und leidest schlimmste Not." zurück

ein Liebespaar im Bett

Erkenntnisse

Ich schlaf in meinem Bett - ganz ohne dich. Ich schlaf in meinem Bett und kuschle mich ins Kissen, warm und weich. Keine Sorgen - Freude ungetrübt! Eine Minute und sogleich mich der schönste Traum umgibt. Ich träume von der schönsten Frau die es gibt auf dieser Welt und weiß plötzlich ganz genau was mich am Leben hält: Deine Liebe ist es, dein Vertraun zu mir. Deine Liebe ist es! Du bist mein Saphir. zurück

eine Frau liegt mit einem Glas Wein auf dem Sofa

Ausgestiegen

Habe heute nichts vollbracht, sondern einfach nur gelebt. Seit am Morgen aufgewacht nach gar nichts mehr gestrebt. Fühle mich jetzt schlecht als hätt ich was versäumt. Ist das aber recht? Habe doch soviel geträumt! Habe nichts vollbracht, keinen einz'gen Stein bewegt. Besteht nun der Verdacht, dass es mit mir zu Ende geht? Halbe Flasche Wein getrunken, die andre Hälfte hinterher. Völlig in Ideen versunken, Musik gehört und nicht viel mehr. Vorwurfsvoll schaust du zu mir als wär ich nutzlos nur. Ahnst du nicht, dass ich krepier durch des Alltags Diktatur? Ich muss doch träumen, fantasieren und erleben! Die Wirklichkeit versäumen,…

Hände umgreifen einen Baum

Der Alptraum

Geh weg von mir Du bist einer nur von vielen. Verschwinde hier, hör auf, mit mir zu spielen. Fühle mich schlecht - alles wegen dir! Bist so ungerecht, warum bist du hier? Ständige Erinnerung an deine Grausamkeiten! Nebel in der Dämmerung statt sonnig lichte Zeiten. Wie das Böse in mir drin gebiert Abscheulichkeit! Schlafen ohne Sinn - nur Verwerflichkeit! Tiefer Blick in meine Seele macht mich panisch zitternd. Traumgedeutet pfähle ich mein Herz, zersplitternd. Geh weg, verschwinde! Jag mir keinen Schrecken ein! Ich schaffe es und binde den Alptraum fest. Vorbei die Pein. zurück

ein Frau im Wald mit Regenschirm

In Erinnerung

Sah ich heute eine Frau. Sie rührte die Vergangenheit unerbittlich in mir auf und dann war sie du. Sie hat Augen wie du, du Treulose. Freundin jenseits aller Freundschaft. Wieviel hat uns verbunden! Vielmehr mich mit dir! Denn was du empfandest bleibt ein Geheimnis. Lachtest mir ins Gesicht und warst so offen, als wäre deine Seele verbunden eng mit meiner. Du bist des Heuchelns nicht fähig, wie ich meine. Was also ist geschehen, dass du mich nicht mehr kennst? Bist so kostbar, so besonders. Warum hast du dich zurückgezogen? Nicht ein einziges Wort mehr gönnst du mir, nur Schweigen. Es…

Frau und Mann ziehen sich die Bettdecke übers Gesicht

Morgengedanken

Wenn du früh erwachst und mit Hass den Wecker drückst, denkst du an mich und lachst, weil das Glück du heute pflückst. Schaurig neblig kühler Morgen nimmt dir keinen Augenblick das Gefühl, dass du geborgen bist in jedem Augenblick. "Wie verdiene ich die Wärme, dein unendliches Vertrauen? Der ganzen Himmels Sterne, die des Herzens Kälte tauen?" "Bist doch mein Mann, dem ich vertraue! Der mich verstehen kann, auf dem ich baue!" "Und du, Erwachte, bist mein Schicksal ewig. Die, die machte mich zu einem König." Wenn du früh erwachst und mit Hass den Wecker drückst, denkst du an mich und…

ein wütendes Gesicht

Wut

Wut! Tut gut! Schafft Mut! Zerstört mit Glut! Ich bin nicht gut! In mir kocht der Sud und wallt das Blut. Und in einem Zug der tote Freund im Arm mir ruht. Warum Rache niemals ruht? zurück

ein Mann wirkt verloren

Krankheit und Liebe

Gib mir einen Grund dich zu verlassen. Gib mir einen Grund, dich zu hassen. Du liebst mit Herz und klammerst fest. Du liebst mit Herz und der Liebe Rest. Hab dich nicht verdient bin nur noch Glut. Hab dich nicht verdient Bleibt nur noch die Wut! Verzweiflung über mich alle Gedanken zersiebt. Allmählich zerfalle ich an deiner Brust, die liebt. Der Arzt, der sagt: "Nehmen Sie das ein!" Der Chef, der klagt: "Mensch, gehn Sie heim!" Wie kannst du weiterhin mich lieben und ertragen? Mit unendlich positivem Sinn mich halten ohne Fragen? Gib mir einen Grund, dich zu verlassen Gib…

ein einsames Boot auf dem See

Nach einem schweren Tag

Ich bin müde und schwebe aus dem Tag hinaus. Höre noch Musik, die mich behutsam trägt, umhüllt. Grelle Tagesbilder verblassen Ruhe hinterlassend. Frieden. Eins mit allem als Nebel und doch einzig. zurück

ein trauriger Mann auf einer Bank

Es geschehn keine Wunder

Ich hänge herum und hasse mich. Verpasste zu sagen: "Ich brauche dich." Ich hänge herum elend verlassen. Wie konnte ich den Moment nur verpassen? Ich hänge herum und kein Wunder geschieht. Nichts bringt dich zurück nichts dich zu mir zieht. Bin eine Null und hänge nur rum. Farblos, gewöhnlich unfähig, dumm. Lass ein Wunder geschehn, mich anders sein als immer! Lass mich kämpfen! Aber alles wird schlimmer. Endlich helfen die Pillen, alles ist jetzt vorbei. Träume von dir sagen Goodbye. zurück

eine Kohlezeichnung einer Frau

Als ich ein Kind war …

Als ich ein Kind war. war der Sommer endlos. Ewige zwei Monate ohne Freunde spielen. Als ich ein Kind war, verstand ich die Stimme des Waldes. Die Wiesen dufteten im Nebeldunst. und die Kartoffeln im Feuer. Als ich ein Kind war, hat man mich verspottet. Jeder Schultag nur Horror und Schmerz in der Seele. Als ich ein Kind war, wollte ich älter sein. Endlich die Macht der Erwachsenen haben. Heute, die Jahre vergangen, bin ich innerlich geblieben und völlig gefangen ein Kind, das sich immer noch sehnt. zurück

Ein riesiges Auge

Netz der Augen

Wälzen im Bett, mühsames Erwachen. „Und ich sehe dich!“ Erster Kaffee nach dem Zähneputzen. „Aber ich sehe dich!“ Haare kämmen, Wohnung schließen. „Doch ich sehe dich.“ „Ich bin nicht eins, ich bin Milliarden. Billionen und nicht etwa Gott gehörend. Armeen von toten Blicken spähend für ein Netz von Irren.“ Büro betreten, freundlich grüßen. „Und ich sehe dich!“ Computer starten, heimlich surfen. „Aber ich sehe dich!“ Freundin treffen, essen gehen. „Doch ich sehe dich.“ „Ich bin nie müde, immer da Während meine Schöpfer wechselnd ihre Seelen betten sehe ich sie.“ Den Powerknopf auf AUS! „Und ich sehe dich! Hektisch und ratlos…

Ein Mann und eine Frau von hinten im Winterwald

Nur ein Spiel

Hand in Hand, Schritt an Schritt. Innig bekannt gehst du mit. Kennst mich kaum, ich bin dein Date. "Kannst mir vertraun!" Bin nur ein Fake. Regen der Nacht verwischt die Spur. Ich hab die Macht und spiele nur. Spiele mit dir, mit deinem Lachen. Jetzt und hier bin ich dein Drachen. Liebe? Vertrauen? In letzter Sekunde- Augen, sie schauen entsetzt in die Runde. Es gibt sie nie- alles ein Spiel! Liebe und Poesie. Getäuscht ohne Ziel. Hand in Hand, und nur ein Spiel? "Dass ich dich fand, ist mir so viel!" Spiel ich mit dir? Kontrolle entfiel. "Spielst du mit…

eine Frau sitzt im Sonnenuntergang

Widerstand

Tosend, lärmend und aktiv - in meinem Kopf nur Brei. Dynamisch, immer positiv - alles zieht vorbei. Bin ich tot, vielleicht senil? Hektik schwappt herein. Ist mir alles viel zu viel! So will ich nicht sein. Keine Zeit mehr fürs Besinnen, nur getrimmt auf den Kommerz! Lasse mich nicht fremdbestimmen schäme mich nicht für den Schmerz! Aufgesetzte Fröhlichkeit, Lächeln nur fürs Protokoll! Hasse diese Seeligkeit, weiß nicht, was das soll! Muss nicht immer funktionieren um jeden zu gefallen. Kann mich durchaus reduzieren als Leisester von allen. Dann zieh ich mich zurück und lasse alle toben. Unabhängig ist mein Glück von…

Steinstatue einer trauernden Frau

Ewigkeit

Dinge fließen, alles fließt, alles ist bewegt und wallt. Wie da ein Vogel schießt, wie da ein Donner grollt. Alles ist im Fluss der Zeiten und ein jedes Ding vergeht. Auch der Mensch kanns nicht vermeiden, wenn’s mit ihm zu Ende geht! zurück

ein Mann im Anzug sitzt traurig auf Treppenstufen

Der große Irrtum

Alles Bemühen kann nicht mehr verbergen das Versagen. Im düstren, dunklen Lichtermeer. Hilft da noch ein Klagen? Gefangener im Glashaus eigner Unzulänglichkeiten, nur ein widerlicher Graus meiner eignen Möglichkeiten. Versagen ist der Name, den zu Recht ich mir verdiene. Unnütz steht auf meiner Fahne, Dilettant - bekannt in jeder Szene. Warum streb' ich noch und will nicht untergehn? Tief und tiefer in ein Loch - wer wird mich verstehn? Nagelschliff und Pediküre und der ganze Schein unsagbar trauriger Lektüre spinnt mich fesselnd ein. Bruch in Stil und Wesen erkennt den letzten Schein. Bin nie in Wirklichkeit gewesen, war immer nur…

ein Ehepaar im Kino

Der Kinoabend

Es ist schön, mit dir im Kino zu sitzen. Den letzten Teil von vielen zu sehn. Und ganz verschmolzen zu werden. Lass mich bitte! Bitte lass mich weinen. Es ist nur eine Illusion, aber durch mich wird sie wahr. Es ist nur Inszenierung, schlau gelenkt und manipuliert. Das weiß ich doch, genau wie du. Und mein Herz weint trotzdem. Weil es sich erinnert an wahre Geschichten. Weil es spürt den Schmerz des Vergangenen. Und ohne Weinen zerbricht es. Es sind nicht die Leute dort an der Leinwand. Ihre Geschichte ist ein Rauch nur und erfunden. Doch was sie erleben ist…

traurige Frau am Meer

Der letzte Gang

Ich bin schuldig. und bekenne mich. Am Ende werde ich mich sehr geduldig deiner Strafe übergeben. Habe alles jetzt verlebt, gute Werke sind vergessen. Nie hatte ich besessen- obwohl doch angestrebt- Wichtigkeit in deinem Leben. Verlasse jetzt die Welt, niemand wird mich suchen. Nicht einmal dein Fluchen und dein Weinen zählt. Ganz zu Ende alles Streben. zurück

Eine Frau und ein zerschnittener Liebesbrief

Allein gelassen

Sorge dich nicht! Nicht um mich! Mir geht es gut, gut, ohne dich. Sorge dich nicht, ich wollte sowieso immer allein sein, verlassen im Irgendwo. Sorge dich nicht, die vielen Jahre mit dir werd‘ ich vergessen beim fünften Glas Bier. Sorge dich nicht, wenn du mich verlässt. Schau nicht aufs Kissen von Tränen durchnässt. Sorge dich nicht! Mit keinem Gefühl traure mir nach. Das wäre zu viel! Sorge dich nicht, ich komme schon klar. Bin nicht gut für dich, das ist wirklich wahr. Sorge dich nicht, nur dein Glück ist wichtig. Ich muss nicht sein, alles ist schon richtig. „Ich…

Ein Mann spielt Gitarre

Blues

Höre den Blues und fühle mich schlecht. Höre den Blues, es ist nicht recht. Höre den Blues, und schaue dich an. Höre den Blues und weiß, ich kann Höre den Blues dich nicht mehr begleiten. Höre den Blues, nur kränken und streiten. Höre den Blues, gefriert mir das Blut Höre den Blues, niemals wird alles gut! zurück

Rote Silhouette mit Geige

Der falsche Ton

Ein junger Geiger stand, mit Lampenfieber ganz durchdrungen, auf der Bühne und empfand, als hätte jemand ihn verschlungen. Noch spielte das Orchester; er sah ins Publikum. Und hielt die Geige fester, es drehte sich um ihn herum. „Gleich! Jetzt muss mein Solo kommen!“ Er suchte schon den ersten Ton Und spielte plötzlich wie benommen, die Finger glitten ihm davon. Das Spiel war fast zu Ende schon, ein jeder saß gebannt, war still. Doch da – o weh – ein falscher Ton! Zwei Pfiffe gellten schrill. Das Klanggebilde stürzte ein, vergebens alle Müh und Plag! Der Geiger wollte nicht mehr sein.

ein junges Paar auf einer Bank

Nähe

Stürme wehen Schnee, die Täler versinken. Winde tragen Staub, lassen Grün verschwinden. Wasserbäche von oben, Wolken decken alles zu. Bei allem Chaos – meine Seele verhüllst nur du. Hörprobe: Sprecherin Dana Schuster zurück Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... Video ohne Cookie

ein Mann in Schwarz begegnet einer Frau in Weiß

Begegnung

Ich lief auf der Straße vorbei am Hafen und sah eine Frau, wie sie mürrisch blickte. Der Wind wehte ihr Haar in Wogen ins Gesicht und zog kalt an ihrem dünnen Kleid. Ich ging vorbei und vergaß die mürrisch Blickende mit ihrem Haar im unglücklichen Gesicht. °°° Ich spaziere auf der Straße unten am Hafen und probe im Kopf einen meiner Songs. Ein Mann im Wind blickt sehr mürrisch auf mich und mir wird kaltin meinem dünnen Kleid. Ich werde singen für Leute die wie er sind, alles abschätzend wissend, damit es ihnen warm wird. zurück Dieses Video wird von…

ein abstraktes Gemölde

Tragödie in Moll

Weit, weit und sehr tief, dunkel dehnt sich ein schwarzes Gewässer. Der Mond spiegelt sich nicht darin. Verborgene Ruhe, einschläfernd und betäubend. Moll! Ein Stich, ein schmerzendes Geräusch im Ohr. Vogelstimmen! S-Dur! Strahlende Akkorde erhellen den Himmel, das Pech fließt von der blauen Leinwand. Gelbe Sterne, glasklar werden sie sichtbar. Der Wind säuselt. Doch schon ziehen Wolken auf. Sie verdecken die silbergraue Mondscheibe, das blaue Tuch wird plötzlich schwarze Nacht. B-Moll, triumphal. Nebelschwaden ziehen vorbei und berühren die Oberfläche des Wassers. Die Luft wird feucht und kühl. Betäubender, moosartiger Geruch dringt von den Ufern des Wassers herüber. Moll! Adagio. Der…

Eine Frau schaut aus dem Fenster

Abschied ist ein Sterben

Als ich dich traf war jede Träne eine Melodie auf dem Weg des Sterbens. Deine Schwermut löste mich im Innern auf und trennte messergleich mein Herz in tausend Scheiben. Dort, wo dein Lächeln schließlich alles wieder heilen und verbinden sollte: Vorwurfsvolle Augen nur. Da sah ich plötzlich auch die tiefen Furchen in deinem vollkommenen Gesicht und die zerbroch’nen Träume. Ein Teil von dir wäre ich aus ganzer Seele und von Herzen gern - zum Sterben und zum Leben auch. Deines Lebens Puls und die Stärke deiner Leidenschaft reißen mich zu Boden. Wir verweilen nicht mehr. Umsonst ist alles Empfinden für…

Das Bild zeigt ein Kunstwerk des digitalen Künstlers Glauco Gianoglio, auch bekannt als SpiritBunny.

Falscher Freund

Einzig zu dem Zwecke einer riesengroßen Last ist, dass du wie eine Klette dich an mich geheftet hast. zurück

eine traurige Statue

Gespaltene Seele

„Ich hasse und ich liebe – warum, fragst du vielleicht. Ich weiß es nicht. Ich fühl’s – es kreuzigt mich“ zurück

ein riesigeger Mond versinkt im Meer, davor der Schatten eines Mannes

Der Sprung ins Meer

Als der Mond das Wasser küsste, um wenig später zu versinken in der Flut, so als müsste er für immer drin ertrinken, sprang ich ihm hinterher. Die Müdigkeit war grenzenlos, und die Seele nur noch leer. Flüchten in des Meeres Schoß! Das Wasser drang und nahm die Luft zum Atmen mit Gewalt. Die Glieder wurden lahm und alles in mir kalt. Und kurz bevor das Leben mit Hohn und Spott dann wich, sah ich den Mond erheben, so gelb und hämisch sich. Ein falscher Freund, mit Lüge er mich in die Falle zog! Jetzt spür ich die Intrige. Zu spät!…

lost place und ein Fenster

Aufschrei

Welt zerbrochen - alles hin! Alles vorbei - ich bin – warum, wieso, weshalb? – nur noch Asche. Alles kalt. zurück

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