2019 (20)

russische Tänzerinnen in Kostümen

Eifersucht

Sie sehen sich an die Frauen im Kleid. Und wünschen einander einen grausamen Tod. Sie lachen sich zu, die Damen am Abend, und zwinkern verschmitzt die Pest aufeinander. Oh wie schön sie war, diese Oper der Stars. Lächelnde Frauen im weißen Kleid zurück Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... Video ohne Cookie

ein Frauengesicht traurig zur Hälfte sichtbar

Nur eine Frau

Wie sie ihn anschaut, mit Falten in den Augen, die nicht das Lächeln formte. Ihre unendliche Liebe zu ihm. Wie ihre Stimme fleht und das Innerste nach außen trägt: Sie liebt ihn. Ihre geschminkten Lippen sind längst schon tot. Ihre Augen erloschen. Sie ist ihm egal. Nur eine Frau, nur eine. Eine mehr oder weniger. Glück oder Unglück. Nur eine Frau. Nur ein Mensch, der liebenswert ist. Gestorben am kalten Herzen eines Widerlings. zurück

ein dunkler Schatten von hinten

Als ich ging

Als ich heute ging, verließ ich mein Leben. Den Alltag, die Sicherheit. Dich. Hinter mir nur Schmerz, Verwirrtheit, Zweifel und große Qual. Verloren. Sturm trägt höhnend den Hauch der Verzweiflung in mein Herz. Enttäuschung. Als ich heute ging, hinterließ ich einen Haufen voller Scherben. Dich. Hinter mir die Qual, zu wissen, wer ich bin: ein Nichts! Leere. Sturm löst höhnend mein Gewissen auf in nichts. Bricht das Ich. Versagt. zurück

nachts ein einsamer Mann auf einem großen Parkplatz

Der Schlussstrich

Nur Eis und Schnee und Luft wie tausend Messer. Irrlichtgleich wanke ich verloren durch die fremde Stadt. Spott der Krähen oben, Maschinenmenschen um mich her. Die Seele in mir abgebrannt, verloschenes Feuer im Regen. Bin ganz ruhig geworden. Diese Hölle an Gefühlen kann nicht schlimmer werden. Bin ganz unten angekommen. Zitternd kalte Finger angeln aus dem Herz dein Bild hervor. Ganz liebevoll zerknitternd werfe ich es in den Gully. Nie mehr binden, nie mehr lieben, nie mehr geben, nie mehr sterben. zurück

ein Auge, in dessen Pupille sich zwei Küssende spiegeln

Die untreue Frau

Du rufst nach mir. Ich schrecke auf und eile. „Ich bin hier!“ Du rufst nach mir, doch ich bin längst in deinen Armen. Du rufst nach mir, bis ich verstehe: Ich bin nicht ER! Du rufst nach mir und senkst sterbend deine Augen. Du rufst nicht mehr. Ungeliebt in deinen Armen sterbe ich mit dir. zurück

Hochhausfronten

Die schmutzige Stadt

Schwebe über den Wolken bin sorgenlos. Mein Leben ist jetzt ein Traum. Erwache am Morgen leicht, beschwingt. Beschließe den Tag ohne Freude. Tief unter mir die dreckige Stadt. Weit hinter mir das Chaos. Schwebe hoch oben über jeden Smog. Gespielter Frieden, lauernde Rücksicht. Die dreckige Stadt tief unter mir lacht mich an. Verderbt, stinkend. Endlich später schau ich nach oben. Fühle jetzt Leben in der dreckigen Stadt. Treffe Freunde, die mich verletzen und unendlich trösten in der dreckigen Stadt. Schwitze und stöhne, sorge mich und fluche und weiß doch: Jetzt leb ich! Wie hasse ich die dreckige Stadt. Doch mein…

ein rotes Auge, in dem eine Landschaft zu sehen ist und Wasser herauskommt

Das hättest du nicht tun sollen!

Du hast mir mein Gesicht genommen, mein Name - in Asche zerfallen! Doch meinte ich: „Es macht mir nichts aus!“ Bin wie alter Wein vergoren- schal und schlecht, gequollen. Nie hatte ich geklagt: „Ich halte es nicht mehr aus!“ Dann nahmst du mir, was mir geboren mit eisigem Gefallen. Da habe ich´s gewagt: Wurde Kain und du der Abel, doch ich war gut und du die Böse. Bis mich dann die Nacht umschloss. Da warst du längst nicht mehr … zurück

ein Drink wird eingegossen

Der letzte Drink

Trinke heute Nacht, als wäre es die letzte. Als käme morgen nur noch die Unendlichkeit. In der ich nebelhaft als Dunst zerfließend die Erlösung finde. Diese Nacht ein letzter Drink! Sink ich jetzt hin vergiftet. In Zweifeln – ohne Wiederkehr. zurück

eine Person mit Huddie von hinten

Warten

Ich warte auf die Nacht die endlich macht, dass ich traurig werde. Ich warte auf die Dunkelheit, die mich dann befreit von aller Freude. Ich warte auf den Wind, der mir sicher nimmt die sinnlose Hoffnung. Immer nur warten wo ich doch nicht hoffen möchte. Ständig nur sehnen nach Ruhe, die endgültig ist? Nur um zu spüren, wie fern du mir geworden bist? Ich sehne mich und fühle bis in Ewigkeit nichts mehr. Bin zu leer, um zu sterben. Zu enttäuscht, um zu leben. Muss nur warten auf das Mischen der Karten. Auf ein neues Lächeln. Das … ich ……

eine alte Steinbank auf einer Wise

Keine Rettung

Ich umarme dein gefrornes Herz und wärme es mit Qual. Mir ist dein unsagbarer Schmerz im Leben nie egal. Eis umgreift dann mein Gemüt. Plötzlich wird es finstre Nacht. Haben uns umsonst bemüht. Allein der Tod noch glücklich macht. zurück

eine Frau tanzt durch die Stadt

Endlich Spaß!

Schuftest jeden Tag. Habe, was ich mag. Kein Spaß. Eilst jeden Morgen für mich zu sorgen. Kein Spaß. Sekundenkuss gehaucht, Liebe ist verraucht. Kein Spaß. Gibst mir ein Haus. Muss hier raus! Kein Spaß. Laufe durch die Stadt. Hab es so satt. Kein Spaß. Verrückt? Vielleicht. Dein Alltag seicht. Kein Spaß. Wind in den Haaren, nach all den Jahren endlich Spaß. Tanze durch die Stadt. Ungewissheit satt. Endlich Spaß. zurück

düstere Szene in der Wildnis

Der letzte Tag

Heute tue ich Dinge die ich lange aufgespart und gemieden hatte, für letzte Augenblicke Heute tue ich Dinge, die die Konvention mit aller Strenge mir verbot und ich ersehnte. Heute weiß ich sicher, dass ich morgen sterbe. So vollbringe ich mit Gier das Verbotene dieser Welt. Heute ist der letzte Tag. Gewählt, vollbracht, zerstampft. Zunichte alles, was mit Mühe ich mir aufgebaut. Verschwunden. Heute endet das Gedenken an einen Menschen. Denn morgen bin ich tot. Und böse. Nichts mehr wert. Heute ist Zorn. Heute ist Wut. Heute ist Ohnmacht. Heute: der beste Tag! zurück

Abendstimmung

Endlich Nacht

Endlich Nacht! Und sie macht dass alles Dunkle flieht aus innerstem Gemüt. Endlich! Dunkelheit liebkost mit Zärtlichkeit. Müh und Sorgen haben Zeit bis morgen. Endlich träumen, Pflichten versäumen. Schweben im Raum- es ist ein Traum! zurück

Schattenhände hinter weißem Stoff

Der letzte aller Alpträume

Die Nacht umschlägt ihr Tuch und wickelt mich drin ein. Fesselt meine Seele und knebelt sie zu Schmerzen fest. Schweißgebadet sauge ich im Todeskrämpfen letzte Luft in ausgedörrte Lungen. Hammerschlag des Herzens. „Ich kenn’ euch alle, jede Nacht kommt ihr zu holen mich! Vertraute Gespenster, tödlich und unverständlich mobbend.“ Schweiß durchnässt das Laken, das Herz rast holpernd, ungestüm. Das Koma ist so nah wie nie. Mein Leben - wo ist die Wirklichkeit? „Erwache doch, dann bist du frei!“ Die Kraft dazu saugen nebelhafte Ungeheuer erbarmungslos in sich hinein. Der Traum vom Meer zerrinnt mitsamt der Freiheit meines Willens. Ich löse…

Makroaufnahme vom Waldboden

Heute!

Heute ist seltsam, heute ist besonders, Heute ist ein Tag der mich berührt. Heute träum ich, heute begegnest du, heute triffst du mich das erste Mal. Gestern war die Welt völlig in Ordnung. Gestern war ich leer, wie jeden Tag so leer. Heute tranken wir, heute ein Glas Wein. Heute saßen wir zusammen in der Bar. Heute hat dein Lächeln, heute hat es mich gefangen. Heute ist morgen und ein Leben lang. Heute bin ich nicht, heute bist du nicht, heute sind wir nicht, nicht von dieser Welt. Heute nur Schönheit, heute nur Verlangen Heute Verstehen und in die Zukunft…

ein Mann greift sich schmerzvoll ans Herz

Nur Fassade

Du und ich - ein Traum? Hasse dich unendlich. Niemand glaubt es, wie du mich täglich tötest. Hasse dich, weil du mit ganzem Herzen auf mich herabschaust, mich verachtest. Bin nicht Superman, bin nur ein Mensch. Fehler, Gefühle, Krankheit. Und du eine Göttin? Früher warst du das. Doch heute - nur noch Folter. Bringst meine Freude jeden Tag zum Sterben. Begrab dich heute. Es regnet im Wald. Das Loch ist groß, es reicht für uns beide. zurück

eine verlassene Bank

Kein Lebewohl!

Jeden Morgen erwachen mit Leere im Herzen. Quäle mich aus dem Bett und frage mich: Wofür? Wozu das Einerlei des tristen Alltags leben? Jeden mühsamen Kampf als Verlierer beenden? Am Ende des Tunnels wartet nur die Nacht. Sehnt sich danach, mich zu verschlingen. Wie ein alter Wolf, der nie mehr heult, schlucke ich, nur um zu leben, jede Erniedrigung. Dankbar. Wie die Sonne heute grausam durch die Fenster sticht. Mir mitten ins Herz stößt sie ihren Strahl. „Du musst aufstehen! Endlich etwas essen!“ Jemandes sorgende Stimme berührt mich nicht. Dringt nicht mehr ein in mich. Habe es nur satt. Wenn…

ein Frauengesicht hinter Glas

Coffeeshop

Wie immer Durst am Morgen schlich ein Schatten meiner selbst, innendrin nur voll mit Sorgen zum Coffeeshop. Wie immer Sehnsucht spürend trat ich durch die Tür, innendrin noch immer frierend, in den Coffeeshop. Die Freude taute langsam auf. Wie gewöhnlich wartete mein Tisch. Dann nahm alles seinen Lauf im Coffeeshop. Wie immer an dem Fenster dort Würde mich mein Stuhl erwarten. Er war mein Rückzugsort im Coffeeshop. Panik heute! Mein Platz nicht frei! Jemandem mit langem Haar schien es einerlei im Coffeeshop! Zerstört am Boden und umnachtet nahm ich den noch freien Stuhl. Hab nicht auf die Frau geachtet im Coffeeshop. Hätt‘…

ein Rabe auf einem Baum

Der Rabe

Liege unter dem Wacholderstrauch und sterbe. Komme aus dem Krieg, dem unmenschlichen Gespenst. Schwer verwundet, ohne Hoffnung lieg ich da und bete. Bete, dass meine Braut nie erfährt, wie es mit mir zu Ende ging. Da fliegt ein Rabe über mir, bereit, meine Seele zu holen. Noch kreist er, wartet geduldig auf den letzten Atemzug. "Rabe, flieg! Flieg zu meiner Braut! Wenn du meine Seele geholt hast, flieg zu ihr! Und erzähle! Erzähle eine Lügengeschichte über mich!" "Rabe, lieber Rabe, schwör mir jetzt, dass du ihr sagst, ich lebe noch! Ich lebe jetzt mit einer anderen und bin glücklich ohne…

ein Paar auf einer Bank

Du – mein Sinn im Leben

Lebe für mich allein, ohne dich, deine Wärme, deinen Mund. Verschwende meine Zeit mein Leben meine Kraft mein Gefühl. Verschwende alles Wertvolle Freundschaften, Gewohnheiten, Weisheiten. Alles ändert sich dann als ich dich treffe und verschmelze. Verbringe endlos Zeit mit dir, durch dich, bei dir. Liege dann im Grab ohne Reue, mit Erfüllung, sehr zufrieden. zurück

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