2020 (25)

ein Mann in der Nacht mit Laptop auf einer Bank

Nachtwandler

Und wieder einmal verstehst du nichts. Zwei Welten, in denen ich der Schatten bin. Und wieder einmal gegen alle Konvention du die Gute, ich der Böse. Und wieder einmal klagst du mich an, Voll Bitterkeit im Innern. deutest du zur Uhr. Und wieder einmal die bösen Blicke. Das Unverständnis aus müden Augen. Und wieder einmal die Stille der Nacht. Endlich und vollkommen hüllt sie mich ein. Und wieder einmal bin ich nicht müde und fliehe jedem Schlaf und bezahle dafür teuer. Und wieder einmal die Sterne am Himmel. Lockt die Ewigkeit spiegelnd sich in Tümpel. Und wieder einmal. Nein! Ewig…

eine4 Sanduhr am Strand

Zu zweit in der Vergänglichkeit

Die Gischt, sie trägt den letzten Rest und spült ihn weg. Die Zeit, sie nimmt mir meinen Sinn und küsst mich in den Tod. Nichts kommt zurück, verlorn für immer. Wie die Frucht die faul am Boden liegt. Doch da bist du! Verlierst mit mir. Zu zweit genießen wir Vergänglichkeit. Hörprobe: Sprecherin Dana Schuster Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... zurück

Mutte5r und Tochter auf einer Parkbank

Gedanken einer Tochter

Mein Gesicht kennt niemand. Ich bin ein Nebel. Ein Lied ohne Noten mit vergessener Melodie. Wie der Orkan die Wolken treibt, verrinnt nutzlos die Zeit, und beachtet mich nicht. Was tue ich hier? Wozu hast du geboren? Denn du gingst und das Licht verlosch. Hörprobe: Sprecherin Dana Schuster Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... zurück

ein Mann von hinten geht traurig durch finstere Gassen

Von Bar zu Bar

Es ist Nacht. Nacht in der Stadt. Und Nacht in mir. Zeit zu trinken. In der Bar nur Dunkel und Glitzer. Verworfenheit. Wieder die Straße. Hoffnungslos dunkel. Zur nächsten Bar. mit finstrer Seele. In mir noch immer keine Hoffnung. Trinke Gin und gehe wieder hinaus. Alle Bars versagen, mir ein wenig Licht zu bringen ins schwarze Herz. „Mann erfroren. Nacht zu kalt. Zu viel Alkohol.“ Niemand liest. zurück

Gräber auf dem FRiedhof

Im Gedenken

Du. Du bist. Du bist nicht mehr. Du bist nicht mehr hier. Ich. Ich vermisse. Ich vermiss dich. So sehr fehlst du. Mit wem soll ich sprechen? Und eins sein? Verstehen? Mit wem? zurück

ein trauriger Mensch sitzt in einer Seifenblase

Sind wir denn Freunde?

Sind wir denn Freunde? Der Mond versinkt im Nebel. Wir lesen dasselbe Buch im Nachtlicht unsrer Sorgen. Zerrissenes Laken, wenn der Rauch steigt. Wir sehen nicht klar nur die Zeit verschlingt. Dahinter verbirgt sich der endlose Schmerz. Die Kraft unseres Seins. Zeit, es zu erkennen. Versuchen wir es. Vielleicht passt es ja. Dann sind wir eins und fallen endlos. Irgendwann verschlingt es, das Ende von allem, unsre gepeinigten Seelen. Ob geliebt oder nicht. Soll deine Trauer mich vernichten und mein Feuer dein Herz verbrennen! Spielen wir das Spiel der endlosen Qual. Und stöhnen vor Lust. Versuchen wir es. Es ist…

Gräber auf dem Friedhof unter Bäumen

Was bleibt von mir? (Gedanken eines Autors)

Du liegst neben mir und ahnst nicht den Schmerz. Die Qual, die ich fühle. Das Feuer, das mich verzehrt. Ich schreibe selbst jetzt, wenn ich neben dir liege. Es brennt das Herz im Chaos der Gefühle. Von mir wird nichts bleiben, wenn ich nicht schreibe, über den Schmerz in meiner Seele und dich. Gebrochenes Dasein mit Worten für später mühsam gebannt auf Papier durch meine zitternden Finger. Ich sitze am Ufer, der Grenze zum Wahnsinn. Während du atmest in Ruhe neben mir. Wer ahnt was ich denke um mich zu verstehen? Kann ich nur etwas für immer hinterlassen? Wie ist…

eine rothaarige Frau zerbricht wie Porzellan

Du denkst …

Du denkst, du kennst mich, wenn ich weine. Du denkst … Du denkst, die Freudentränen sind Trauer. Du denkst … Du denkst, ich liebe dich, weil du es tust. Du denkst … Du denkst, es kann nicht sein, mich tot zu sehen. Du denkst … Du denkst, es war nicht deine Schuld. Du denkst … zurück

die Hände einer Frau und eines Mannes berühren sich zärtlich an einer Kaffeetasse

Manchmal lieben wir uns

Manchmal tust du einfache Dinge. Mich Trost suchend umarmen oder das Essen servieren. Manchmal tust du einfache Dinge. Manchmal antworte ich dir mit vielen Worten ohne Sinn. Deine Wange flüchtig küssend. Manchmal antworte ich dir. Manchmal verstehen wir uns. Ohne Worte blind das Gleiche fühlend, elend sein oder glücklich. Manchmal verstehen wir uns. Manchmal lieben wir uns mehr als an anderen Tagen an denen uns der Alltag frisst. Manchmal lieben wir uns. Aber immer bewahren wir uns gegenseitig innig und fest und ehrlich tief im Herzen. Aber immer bewahren wir uns. zurück

ein Klavierspieler im Nachtklub

The Bluesman

Ein Mann am Klavier und Männer in Hüten, die ihm lauschen. Ein Mann mit weinender Seele und Frauen mit Augen, entrückt feucht schimmernd. Ein Glas Wein funkelnd im düstren Scheinwerferlicht. Darin die Tränen des Blues. Falten auf der Stirn, Schmerzen im Gesicht und Schweiß ohne Hitze. Der Blues erfasst mein Herz im Takt der schwarzen Tasten. Gelassenes Sterben. Und du neben mir und ich neben dir gebundene Seelen. zurück

eine Frau im Spiegel und unheimliche Schatten hinter Vorhängen

Gib mir deine Lügen

Dunkler Raum und Totenstille. Sehe dich kaum als wärs dein Wille. Ich frage nicht. Drücke mir den Hut tief ins Gesicht. Fühl mich nicht gut. Du wirst mich betrügen. Mit lächelndem Mund umarmend mich belügen. Vernichten ohne Grund? Gib mir deine Lügen, nie die Wahrheit! Denn sollte siegen die Gerechtigkeit? Dein verlogner Mund umschließt den meinen. Gib mir den Grund Gefühle rauszuweinen. Du bist mein Spiegel, das Böse in mir drin. Schließe den Riegel, zerstöre, was ich bin. Im schwarzen Zimmer mit verloschenen Kerzen sind zwei für immer und ewig ohne Schmerzen. zurück

ein dunkler Schatten sitzt in der Nacht im Freien

Vorbei der Krieg

Vorbei der lange Krieg. Vorüber ist mein Leben. Es gibt ja keinen Sieg. Umsonst war alles Streben. Vorbei mein irres Hoffen einem Menschen nah zu sein. Hab niemanden getroffen. Verlasse diese Welt allein. Umsonst mein Bestreben in der Nacht des Lebens mehr als andere zu geben. Alles endlich und vergebens. Hatte mich bemüht nicht schlecht zu sein. Habe nicht gesiegt. Sterbe jetzt allein. zurück

eine Mutter hält ihr Baby

Mutters Alltag

Ein Heulen - Nacht vorbei! Denn früh um Drei schreit das Töchterlein, 61 Zentimeter klein. Vater stöhnt. Mutter rennt, als ob das Häuschen brennt. Wiegen, stillen, wiegen. Kommt Mutter dann zum Liegen, Vaters Schnarchen hallt durchs Haus. Mit ihm ist auch die Nachtruh‘ aus. zurück

zerbrochene Glasscheibe

Trügerischer Schein

Fühle grenzenlose Energie. Deren Leichtigkeit verleiht mit grausam kalter Ironie nur immense Einsamkeit. Zerrissen ohne Fundament, gähnend leer, nur schwebend, bin ich, was man kennt, eine Hülle, ohne Herzen lebend. zurück

ein Frauengesicht hinter Glas

Elend einer Stadt

Ich höre die Ruhe, vernehme den Schmerz. Das Elend ruft zum großen Fest. Schlangen wirbeln als Arme durch die Luft. Sie betteln um Brot und ein Stück Glück. Ich höre die Stille, versinke im Weinen. Und völlig gelähmt renne ich ums Leben. Abgestorbener Wald gleich den Herzen der Menschen um mich herum. Nur Ächzen der kahlen, verstorbenen Stämme im Sturm des Unglücks einer großen Stadt zurück

eine Frau mit Hut von hinten in der Wüste

Vergiss mich nicht

Ohne Hoffnung steh ich hier zwischen Stein und Fels. Ich brauche deine Liebe mehr als alles andere. Aber du gingst weg. Weinend zwar und mit gesenktem Haupt. Meine leere Hülle trauerte. Vergess mich nicht, nicht meine Liebe zu dir. Sei auf der Hut vor geheuchelter Verführung. Wenn ich müde bin lieg ich auf der Erde, inmitten der Steine und des welken Grases. Vergiss die Liebe nicht, das Band, das uns verbindet. Irgendwann kommst du zurück. Ich hoffe und ich fühle es. Bis dorthin bin ich der einsamste Mensch auf Erden. Zerbrochen, voller Hoffnung und böser Ahnung. Vergiss mich bloß nicht!…

eine Frau von hinten mit weißem Kleid und Stola 

Rettung

Ich stehe da auf einer Lichtung. Als reif gewordne Frau. Sturm jagt mein Haar auseinander. Stolz hab ich noch. Meine Stimme trägt hinaus. Ein Lied voll Zittern. Die Trommeln hört niemand. So sehr mein Herz auch schreit. Versteht den Schmerz denn niemand? Bleib ich auf der Welt allein? „Ich bin die Retterin. Sei ruhig. Im Sturm ich trage dich. Fühle deinen Schmerz unendlich. Nur noch einen Augenblick!“ zurück

ein Mann sitz erschöpft auf einem Holzstuhl in einem kahlen Raum

Ein guter Tag

Heute war ein guter Tag. Doch ich weine mir die Seele aus dem Leib. Kann ich nicht den Tag genießen um mich ein wenig gut zu fühlen? Stimmt es, dass ich ende, wie von den Eltern immer eingetrichtert wurde? Wird mich niemand lieben, weil ich schlecht bin, voller Unzulänglichkeiten? Ende ich wie sie, vertrau dem Falschen, ausgenutzt bis in den Tod? Du hast mich unendlich und tief verletzt, den Spiegel vorgehalten. Jetzt entscheide ich mich, dich zu lieben. Weil du mir nicht schmeichelst. zurück

ein Mann und eine Frau tanzen in einer Bar

Whiskey – Für immer verbunden

Ich bin dein Whisky. Wie du mich begehrst! Ich bin dein Whisky. Und du mich zerstörst. Ich bin dein Whisky, mach dich betrunken. Ich bin dein Whisky. In Trance wir versunken. Ich bin dein Whisky. Entspann deine Seele. Ich bin dein Whisky. Liebe ich stehle. Ich bin dein Whisky. Gehöre zu dir Ich bin dein Whisky. Wie du zu mir. Du bist mein Whisky. Von dir besessen. Du bist mein Whisky. Bist niemals vergessen. Ich bin dein Whisky. Bring dir Verderben. Ich bin dein Whisky. Und du mir das Sterben. Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... zurück

eine Frau hält eine Pistole

Tödlicher Irrtum

Ich sehe die Sorgen die dein Gesicht in tausend Falten werfen. Ich halte deine Hand, erkenne angsterfüllt die tausend Schrecken deiner Seele. Fühle mit Herz und Sinn deine unendliche Pein. Es kann nur der Tod dich erlösen. Zücke schon das Messer. Scharf ist es und bringt den Tod dir ohne Schmerz. Hebe den Arm, sind vereint wie Mann und Frau, wie Jing und Jang in Ewigkeit. Dein Mund wird zum Lächeln, Augen strahlen hell. ich begehr dich bebend und mit aller Macht. Da brüllt in deiner Hand gleißend kalt ein Lauf. Sendet gnadenlos den Tod zu mir. Meine Augen fragen…

eine dunkle Rose

Der Liebe Tod

Liebe stirbt in meinen Händen, wenn ich sie zu fassen glaube. Als würde alles plötzlich enden, als ob ich andern etwas raube. Was mich berührt wird Asche, bin wie der Tod auf Beutezug. Weit geöffnet eine Tasche voller Unglück und Betrug. Möchte doch nur leben wie Millionen Menschen auch! Lieben, hegen, pflegen. Alles wird durch mich zu Rauch. Man lehrte mich zu leiden. Bin Kreatur und ohne Wert. Niemand sollte mich beneiden! Kann niemals fühlen unbeschwert! Mit offnem Herzen trafst du mich, als wär ich deiner Liebe wert. Doch später, als die Zeit verstrich, traf tödlich dich mein kaltes Schwert.

eine Stadt unter Nebel und Eis

Untergang

Schatten wie von Nebelhand. Rauch und Ascheregen lassen dich versinken so schnell wie nie gekannt. Frost bricht entzwei, und Schnee gebiert die Hölle ohne Ende. Lautloses Sterben. Neu erstrahltes Licht durchsucht am Morgen alle Ewigkeiten - findet uns nicht mehr. zurück

Die Straße einer Großstadt bei Nacht

Lichter der Großstadt

Du rufst meinen Namen im Licht der Großstadt. Und öffnest deine Lippen. Ich irre umher im Licht der Großstadt und sehne mich nach dir. Du bist die Einzige im Licht der Großstadt die mich wärmen kann. Ich suche den Weg im Licht der Großstadt und finde ihn nicht. Endloses Labyrinth im Licht der Großstadt lässt mich verzweifeln. Füreinander bestimmt im Licht der Großstadt finden wir uns nie. Hörprobe: Sprecherin Dana Schuster Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... zurück

Skulpturengruppe: Drei Personen tragen einen Toten

Das Sterben

Sterben ist das Schlimmste nicht. Doch krampft das Ich. Eh die Lebensgeister fliehn, krallt sich Panik ins Gesicht. Unendlich sind jetzt die Sekunden grenzenloser Schmerzen! Sinnlos ist mein Widerstand. Aller Stolz komplett verschwunden. Für alle da gewesen. Nur wofür? Ein Erbe? Nur Gelaber! Unbemerkt vergehe ich. Ein Blatt brennendes Papier. Von den Lebenden verbannt, besiegt und ehrlos, verlass ich diesen Ort. Missverstanden und verkannt. zurück

Dr. House springt vom Balkon

Die Entscheidung

So viele Leute. Meine Schmerzen. Seh ihre Freude. Wie sie scherzen! Doch ich leide- keiner ahnt davon. Nie mehr Freude. Jede Pille ein Bonbon. Vorbei das Streben, will nur sterben. Denn mein Leben liegt in Scherben. Springe vom Balkon, fühle mich im Flug wie ein Luftballon. Es ist genug. Inspiriert von My Body Is A Cage zurück

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