2022 (13)

einsames Holzhaus mit Fenstern im Wald

Einsames Haus

Viele Fenster hat mein Haus doch es kommt kein Licht herein. Dein Weg führte dich weg von mir und ließ mich einsam zurück. Mein Bett ist aus Stein. Ich liege wie zur Folter, anstatt mein Leid im Schlaf zu vergessen. Lange Schatten bedecken das Feuer meines Herzens. Einsamkeit tötet mich Stück für Stück. Da treffe ich sie. Und sie sieht es mir an. "Du lebst alleine in einer verlorenen Welt." Der Whiskey im Glas tröstet nicht. Sie meint: "Dagegen werde ich nie im Leben ankommen." Und verlässt traurig die Bar. Denn ich erinnere mich nur wie es mit dir war.

Fotomontage einer Frau mit Backsteinmuster und ein Mann

Kein Regen wäscht mich rein

Du hast mich betrogen in einer dunklen Nacht die nicht verschleiern konnte dein verletzendes Unrecht. Als ich dich schlug, ein einziges Mal, da war mir bewusst: Ich bin verdammt für immer. Mein Gewissen ist besudelt. Oh Regen, wasch es rein! Ich bin ein Monster. Oh Regen, wasch mich rein. Ich weiß, dass ich schlecht bin. Oh Regen, komme schnell. Im Mund den Joint- wasche mich rein. Der Mörder rennt aus der Kirche, vergeben sind ihm die Sünden. Doch mein Gewissen brennt mir Löcher in die Seele. Der Regen so hart. wäscht meine Schuld nicht weg. Er spült nach außen was…

Nachthimmel 

Verloren in der Nacht

Düstere Nacht zaubert bizarre Wesen mit weißen Umhängen. Zärtliche Rufe vage und fern. Mein Geist ist losgelöst, schwebend und doch die Sinne scharf wie nie. Da nahst du dich als Schleier. Nie gab es diese Chance - nie für mich - von solcher Schönheit beachtet zu werden. Und jetzt sprühen deine Blicke zu mir, hungrig verzehrst du mich. Und ich zerschmelze. Drogengleich in dunkler Nacht umfängt mich deine Gier. Fängt mich auf und sagt: Ich will dich! Bist du Gift oder nur der Schein meiner Wünsche? Weiße Wolken in schwarzer Nacht und ein fremdes Gefühl. Ich löse mich auf in…

eine Frau hält ein Mikro und singt auf der Bühne

Erinnere dich an mich

Ich seh dich, dein Gesicht, dein Wesen - so sympathisch. Du singst nur für mich mit wundervoller Hingabe. Mein Herz brennt für dich und am Ende lächelst du. Wie sollte ich anders als dich zu mögen? So weit wie die See und ewig wie der Ozean meine Gefühle jenseits aller klaren Gedanken. Ich bin dir unbekannt. Und wäre ich es nicht, dann hätte ich mit Sicherheit keinerlei Bedeutung für dich. Und doch bleibt meine Sehnsucht wie eine Laterne in dunkler Nacht so zerbrechlich ist mein Herz verwirf nicht, was du noch nicht kennst! Schenke mir eine Erinnerung, etwas, was dein…

eine depressive Frau in einem leeren Zimmer auf dem Boden

Die Therapie

Es ist die letzte Glut die mein Arzt mir aus den Knochen saugt, mit allerlei Chemie und doch nur auf Verdacht. Mich hat schon die Wut verlassen wie den Stier der zum Ermorden taugt. Diese Therapie mich zum Spielball aller macht. Ist das denn fair? Erkennt es niemand? Bin ich kein Wesen, eines Menschen gleich? Ich kann nicht mehr. Am Ende, ausgebrannt! Nur aufgrund von Thesen blasser werdend und dann bleich. Es schwindet jede Glut. Nur Chemie, vom Arzt verschrieben. Was bleibt ist große Wut. Hätt es nie gedacht: bin totzukriegen! zurück

eine Frau spiegelt sich in einer Pfütze

Nichts wert …

Regen peitscht das Grau vom Himmel und drückt es in mein Herz. Ich bin es nicht wert. Nicht mal das. Jede andere, aber nicht ich. Alles stellte ich infrage. Jetzt hetze ich ziellos durch die Nacht. Nie konnte ich gewinnen, nicht mal in deinen Armen. Weshalb hast du gesagt: "Ich liebe dich" Wieso hast du umarmt eine leblose Hülle? Sturm fegt um die Ecken kalter Mauern. Eisig wie mein Herz, das nicht lieben kann. Alles hinterfrage ich, ohne Vertrauen. Zerstöre es mit meinen Zweifeln. Die Blitze über der Stadt stechen im Kopf, Bestrafen mich mit hackendem Schmerz wegen meiner unerhörten…

eine Frau schaut in der Nacht zum Fenster hinaus

Oben am Fenster

Ich sitze oben am Fenster, schau verloren in die Nacht. In mir toben die Gespenster. Hoher Mond, der hämisch lacht. Nebelschwerter gierig reißen vom Herzen Stück für Stück. Sehnsucht unter fahlen, weißen, fantasiegestricktem Glück. Wirre Gedanken lähmen. Sie tun unendlich weh. Sind ja nicht zu zähmen. Sie wollen, dass ich geh. Am Fenster oben ganz allein. Der letzten Kerzen Strahlen selbst mögen nicht mehr sein. Mein Fall beendet alle Qualen. zurück

ein Mann leidet unter Albträumen

In den Krallen der Nacht

Schweiß auf dem Gesicht, Erinnerung an Schmerzen. Immer und immer und immer wieder. Auf ewig verloren im Gedankengewirr. Sinnlos gefangen, schwer geträumt. Nichts gibt Sinn, Schwarz, Weiß, Alltäglichkeit. aufgesetztes Lächeln - innen doch nur Bitterkeit. Offne Augen gelähmt. Jeder Idee beraubt. Wie Wein auf Hefe. Augen fiebernd rot. Nasser Körper atmet schon den Tod. Herz leuchtet noch, während es verbrennt. Am Abend heut erstirbt die Sonne nicht allein. Und deine Trauer kommt zu spät. zurück

eine einsame Frau auf nächtlicher Straße

Verbrechen in der Nacht

Blind getastet angstvoll schlagend Herz belastet Augen fragend. Straßen schrecklich leer kahler Mondenschein Seele giert nach mehr verschleiert ihre Pein. »Junge Frau gefunden, Mord in Nacht geschehn.« Die wahren Wunden nicht zu sehn. Inspiriert durch Fever Ray 'Keep The Streets Empty For Me' zurück

eine Frau einsam in einer fremden Stadt

Verloren in der Ferne

Das Dunkel der Straße umklammert meine Seele. Eine fremde Stadt ein trauriges Herz. Von Ferne ein alter Mann und sonst nur Einsamkeit. "Vergisst du deine Stadt?", flüstert er im Vorübergehn. Welche einsamen Wege gehe ich in dieser Nacht? Wie könnte ich denn meine Heimat vergessen? Ein fremder Geruch lässt mich vermissen den Puls meiner Kindheit. Sind das Tränen? Irgendwann wache ich im Licht der Sonne auf. Dann sage ich dem Alten: "Nie vergesse ich sie!" Jeder Morgen in diesem fremden Land erscheint wie der Klang einer Nacht voll schluchzender Zikaden. Wie das Blut in meinem Herzen ist die Farbe deiner…

eine Frau mit langen Haaren an einer Bar

Kein Ausweg mehr!

Überall bin ich: dein Schmerz, dein Tod. Beständig ist deine Liebe dein Unglück. Überall im Wald findest du deine Angst. Nicht mal am Meer kannst du sorglos gehn. Überall die Nacht – zerreißt dein Innerstes. Selbst im Schlaf nur endloses Grauen. Heute halte ich dich ganz fest. Heute atmest du – den letzten Seufzer. Inspiriert durch Leonhard Cohens "Here is it" zurück

ein Frauengesicht

Ich bin verwirrt …

Ich bin verwirrt, du bist jetzt da. Eine Schönheit hatte ich mir anders vorgestellt. Ich bin verwirrt und kenne mich nicht mehr. Denn du bist da. Ich bin verwirrt, dein Körper ist so gar nicht das was ich begehr. Es verwirren mich deine Gesten, deine Mimik. Und dein tiefes Lachen. Es verwirrt mich, wie du mich anschaust. Als gäbe es nur mich für dich. Es verwirrt mich, das du nicht meine Traumfrau bist aus tausend Träumen. Ich schau dich an wie zum ersten Mal. Und weiß: Ich irrte mich! Ich bin verwirrt, denn nur du fesselst mich so sehr, mich…

Mann und Frau schauen enttäuscht aneinander vorbei

Eiskalte Lippen

Ich glaub dir nicht. Dein Kuss auf die Wange. Das Gift einer Schlange – er tötet mein Herz. Ich misstraue den Augen die mich verschlingen und voll kalter Gier in mein Innerstes dringen. Du warst nie hier, um mich zu trösten. Und wenn du es warst, dann fror ich bei dir. »Es ist Zeit, zu gehen!« Wie soll ich den Tod im Herzen verwahren, den du mir gebracht? Reuevoll heut deine Augen, fordern sie von mir: »Küss meine Lippen!« Doch sie sind eiskalt. Mit Verlangen hast du dein seelenloses Wesen genährt mit meiner grenzenlosen Blindheit. Mein Vertrauen hast du gewissenlos…

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