2023 (4)

verzweifelter Mann hinter einer Scheibe voller Regentropfen

Der Regen ist so hart

Sitze im Elend ohne Hoffnung von allen Seiten bedrängt. Den Stich ins Herz verkrafte ich, doch deine Tränen nicht. Du rufst mich nicht bei Tag und berührst mich nicht bei Nacht, du verbirgst deine Sorgen hinter einem lächelnden Gesicht. Doch ich kenne dich so gut, dass ich deine Schmerzen spüre, die doch meine sind für immer. Der Regen ist so hart. Du reißt mich tief herunter und saugst jegliche Kraft aus mir heraus mit deinem Lächeln. Der Regen ist so hart. Es gibt keine Erinnerung mehr. Nur der Schmerz ist da und reißt in Stücke. Der Regen ist so hart.

eine Gruppe von Leuten auf dem Friedhof

Letzter Moment

Keiner wusste, keiner ahnte, wer ich bin. Niemand kannte, niemand hatte eine Ahnung. Als ich ging heute Nacht, sie alle verließ. Hohle Tränen fielen leer zum Schein. Nur deine Augen starrten unendlich. Sehnten sich zu mir. zurück

eine Frau von hinten läuft durch nächtliche Straßen

Einsam in der Stadt

Ich trage mein kurzes Kleid, aber die Herzen sind aus Beton. Mein langes Haar lockt. Um mich herum nur Einsamkeit. Meine Beine schreiten kräftig, die High Heels schlagen. Hab die Augen geschminkt. Warum sieht mich niemand? Nachts allein in der Stadt, zum Träumen unterwegs. Etwas Neues erleben, das Gewissen zu töten. Enttäuscht finde ich nach Haus. Du liegst wartend auf dem Sofa. Hast nicht geahnt, dass ich sündigen wollte. Wie jeden Abend verließ ich meinen Mann. Und fand niemanden der da war für mich. Als ich neben dir liege, spüre ich deine Umarmung. Fühle deine Hand auf der Brust. Und…

viele Hände berühren eine am Boden liegende Frau

In Tagträumen gefangen

Schwebe ich bereits? Bin ich schon hier? Rot vor meinen Augen. Und ein Flimmern aus dem Jenseits. Diese tiefe Lust – ist sie echt? Hundert Hände krallen sich in ihren Leib. Ich erbebe. Alptraum, wirre Gedanken. Oder doch die Wirklichkeit? Zuckende Leiber, Zöpfe und ein rotes Telefon schlägt Alarm. Augen starren wie tot vorwurfsvoll herunter. Gesten so tötend. Blutroter Mond lacht schamlos über mich. Schweißnass schreie ich mich aus den Traum. Kann die Gestalten nicht vergessen die jetzt in mir leben. Abwesendes Lächeln, Masken und graue Augen. Gekrümmte Körper sich beugen vor Lust oder Schmerz unter hunderten von Krallen. Kaffee…

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