Lyrik (132)

ein Frauengesicht hinter Glas

Sessel am Abend

Ein Sessel am Kamin. Am Feuer. Heiß. Eine Frau darin. Lässig Bein über Bein. In der Hand roter Wein, grüne Augen voller Stolz. Ich sitze gegenüber. Blicke gefangen. Seelenfeuer. Ungeplant der Abend. Im Sog der Gefühle. Schweigen. Mustern. Wippende Schuhe. Uhr schlägt. Lächeln. Wärme. Ein Band? Eine Frau am Kamin. Zu Hause angekommen. Hörprobe: Gedicht anhören zurück

eine Wendeltreppe im Freien

Endlose Treppen

Ein neuer Tag erwacht – und stirbt. Mit Schmerzen. Ich träumte von dir, als wärst du ein Engel. Die Sehnsucht frisst mich auf. Du ahnst davon nichts. Zeigst dich mir als Frau, die einen Fehler beging. Und dann wieder flüsterst du lachend in mein Ohr. Ich bin verwirrt und weiß nicht mehr, wer ich bin. Ich habe meine Mitte verloren. Schlimmer als tot. Eine Treppe zu dir mit unendlich vielen Stufen. Fühle Schmerz, fühle Gier. Fühle alles – zerrinnen. Du machst mich traurig – und erfüllst mich ganz. Treppen zu dir sind endlose Stufen in die Hölle. Ja. Ich gehe.

eine Mann im schwarzen Mantel im Wald

Der letzte Spaziergang

Wald. Grün. Mann im weiten Mantel. Schwarz. Tränen im Gesicht. Verloren im Wald. Verirrt zwischen Bäumen. Erste Blätter sterben im Gelb des Herbstes. Die Hose zerrissen das Herz eine Trommel. Stein in der Brust und trübe Gedanken. Er sucht Ruhe – findet den Dämon, der ihn plagt. Im Spiegel der Seele. Sein Schmerz brodelt, löst alles auf. Leute grüßen nichtsahnend und gehen vorbei. Sein Lauf endet, die Lunge sagt »Nein!« Schmerz kann töten. Wie er es jetzt tut … Hörprobe: Gedicht anhören zurück

eine Frau im Albtraum

Der Traum war heftig

Der Traum war heftig riss fast mein Herz und meine Seele in Stücke. Der Tag war zu angefüllt, zu voll mit Problemen. Nein, nicht der Tag! Du bist das Problem. Du dachtest, ich gehöre dir. Deine Reize eine Waffe? Aber eine Waffe tötet. Dein »Ich liebe dich« erstickt und meuchelt. Du bist das Problem – nicht mein Traum, der mich zerfleischen und fressen will. Ich bin ein Mensch – und du denkst, ich wäre nur der Traum von dir. Du bist das Problem du musst verschwinden. Deine Aura ist schlimmer als deine Wünsche. Hörprobe: Gedicht anhören zurück

eine Großstadt

Die Stadt

Ich kam in die Stadt, da schlugen mich die Häuser tot. Gewaltig glänzend glatt- sie haben mich bedroht. Die Stadt will nur morden, dennoch will jeder hin. Von allen Weltorten hat sie keinen Sinn. Leiber und Massen- zerfressen, allein- Geld verprassen oder obdachlos sein. Äußerlich mächtig, im Innern nur krank, ist sie so prächtig – zum Tode verdammt. Mit ihr gemeinsam zerfallen Moral, Gefühle und Ehre. Packt dich mit stählernen Krallen, als ob sie eine Göttin wäre. Heute Nacht wollt’ ich fliehn. Sie wirf ihre Seile. Bars und Lichter ziehen. »Okay, es hat keine Eile!« Hörprobe: Gedicht anhören zurück

ein Autor sitz in der nacht an einem Tisch am Fenster

Zwei Uhr nachts

Zwei Uhr nachts, ich sitze noch, ein Glas Wein und trübe Gedanken. Zwei Uhr nachts, ich lebe noch. Endlich Ruhe. Doch Dröhnen im Kopf. Zwei Uhr nachts, ein Hahn kräht. Explosion und Grabesstille. Zwei Uhr nachts, ein Universum öffnet sich. Worte füllen Seiten. Zwei Uhr nachts, rasendes Herz. Figuren leben. Werden Wirklichkeit. Finsternis quillt in mein Zimmer. Zeiger frieren ein. Sterben heute Nacht. Zwei Uhr nachts, und wirre Bilder. Fantasie gebannt. Zeilen fließen. Unerreichbar fern ist zwei Uhr nachts. Galle auf der Zunge und ein Zittern im Finger. Zwei Uhr nachts. Roter Mond und Schattenwolken. Ungehörte Schreie. Hörprobe: Gedicht anhören…

eine Bar mit Gästen, im Vordergrund rothaarige Frau

In der Bar

Es ist Nacht. Nicht nur in mir. Ich sitze allein in einer Bar. Die Laternen brennen, doch in mir kein Licht. Die Bar umschmeichelt mich, versteht alles. Eine Lektion, die ich lernen muss. Um mich: sinnloses Lachen, das Schweigen verdeckt. Neben mir – eine Frau mit roten Haaren. Zu gewöhnlich für ein Abenteuer. Doch wenig später kennen wir uns, mögen uns, sterben füreinander. Die Bar in der Nacht verschlingt meine Seele. Gläser an der Wand, Burton im Glas. Verloren in der Masse, in den Hilferufen einsamer Gestalten. Nur du in meinen Armen, ich an deinem Gesicht. Bis die Sonne zögernd,…

junge Frau auf dem Sofa mit einem Buch

Offline

Denkt die Welt, unendlich schrill, mit ihren tausend Stimmen, sie kann machen, was sie will? In ihre Form mich zwingen? Ich bin heute ohne Gnade und kappe jede Nabelschnur. Versprech es mir und sage: Heut flieh ich der Tortur! Offline bin ich heute und schalte auch das Handy aus! Treffe keine Leute, gehe nicht mal aus dem Haus! Nehme mir ein dickes Buch mit Seiten aus Papier. Genieße den Geruch und trink ein kühles Bier. Die Welt wird langsam leise, als gäbe es sie nie. Bin lange schon auf Reise im Reich der Fantasie. zurück

Input

Es kreischt. Es tobt. Zu laut. Abgründe. Gequält. Ausgeliefert. Ohne Schutz. Kein Licht. Wo ist das Recht zu gehn? Anstatt verurteilt zu leben? Schmerz. Unverwüstlich. Ausgehärtet. Herz schweigt. Dissonanzen. Messerstiche durch die Seele. Kein Ausweg. zurück

düstere Bar mit einer Flasche Whysky im Vordergrund

Jedermanns Abrechnung

Es ist zu laut in der Bar. Zu unerträglich für die Ohren. Zu schrecklich für den letzten Drink. Zu verwirrend für die Seele. Lange Zeit rannte ich davon, entkam gekonnt dem Urteil. Alles besaß ich im Leben, bin reich und traumerfüllt. Als wäre die Zeit ewig als wäre mein Leben unendlich. Als blieben meine Taten für alle Zeiten ungestraft. Da sehe ich ihn am Eingang der Bar mit glitzerndem Dolch in knöcherner Hand. Sein Blick fällt starr und verachtend auf mich, Trinke Whiskey und küsse Luisa. Als wäre die Zeit ewig als wäre mein Leben unendlich. Als blieben meine Taten…

ein Schwert steckt zur Hälfte in einem Stein

Wikinger – ein Heldenepos

Wir sind die Helden von alters her, tragen das Schwert und den Bogen. Mit Geschützen aus Eisen schwer unsre Schiffe übers Meer her zogen. Die Männer waren voller Mut. Über uns die Drachen flogen. Jede Meile forderte Tribut. Unbeirrt wir die Gischt durchzogen. Endlich taucht es auf das fremde Ufer rettend. Dachten wir. Wir sind die Helden von alters her. Den Kampf scheuen wir nicht. Die Weite bedeckt vom Heer. Ein erstes Schwert ersticht. Unerbittlich tobt das Schlachten wo das Land doch weit genug. Bis blutverschmierte Trachten offenbaren den Betrug. Am Ende nur noch ich und er. Ist das der…

eine Frau im Regen mit nassem weißen Kleid

Als das Kleid fiel

Weshalb laufe ich allein an diesem Freitag Abend durch die Straßen und weine mir das Kleid nass? Habe es mir gekauft. Es ist alles, was ich habe. Kein Zuhause, keine Liebe. Und ich weine mir das Kleid nass. Warum bin ich nur in einer schwarzen Nacht - ohne »Ja!« zu sagen- mit Gewalt geboren worden? Das teure Kleid umschließt meinen Leib wie eine Mauer. Schützt mich vor dieser Welt. Doch in dieser Nacht wird es nass. Wieso hast du mich so verletzt? Geboren um zu sterben, geliebt, um gehasst zu werden. Nur mein Kleid bleibt mir allein. In dieser so…

Mann und Frau am Tisch

Wir sind doch nur Freunde

Du läufst im Zimmer, als würdest du mein Herz erkennen, um mich herum. Dein harziger Duft macht aus dir einen Gewinner, der mir gefährlich wird. Wir sind nur Freunde, die Zeit der Liebe ist vorbei. Und du kommst näher. Dein Sweatshirt atmet noch das Meer. Und du kommst näher- wir haben keine Pläne. Die Zeit ist vorbei, als wir uns vertraut in den Armen lagen. Nun sind wir Freunde. Keiner weiß, was sein und was passieren wird. Zerbrochene Liebe, warum bist du so nah? Wenn ich frage: „Wie geht es dir?“ kommst du ein Stückchen näher, und ich sehe deine…

eine traurige Frau trinkt alleine Whiskey

Whisky in der Nacht

Whisky in der Nacht- um meinen Verstand gebracht. Mein Herz verloren. Die Seele ausgerissen. Whisky, halte mich. Denn ich vertraute zum ersten Mal dem Mann meiner Träume. Whisky in der Nacht- und verloren in einer überfüllten Bar voller einsamer Herzen. Whisky, du brennst mir den Verstand aus dem Kopf. Doch mein Herz bleibt wie es war – eiskalt. zurück

die Augen einer Frau schauen über eine nächtliche Straße (Bildmontage)

Lichter in der Nacht

Lichter in der Nacht. Flammende Hoffnung oder fressende Feuer, die sich meiner bemächtigen? Unendliche Trauer der Erinnerung zerfrisst mich, tötet meine Seele. Fernweh und du. Du und Fernweh. Du und ich. Leben wird Tod. Licht bringt Schatten, doch Finsternis gebiert keine Hoffnung. Bin verloren für immer. Höre das Lied aus alter Zeit. Erinnere mich an deine Wärme. Nie gab es dich. Nie waren wir – nie kanntest du mich – ein Paar, wie heute besungen. All die Innigkeit nur Fantasie? Alles Glück der Erde nur ein Tagtraum? Lichter der Nacht lassen mich träumen. Von dir, die du mich in den…

zwei Männer sehen sich wütend an, dahinter eine Frau

Nimm die Waffe weg

Nimm die Waffe weg. Verbirg dein Gesicht. Verstecke deine Reize und stiehl mir nicht die Frau. Du bist alles, was ich nie vermochte. Ein Mann aus Stahl und smart und cool. Du hast zehn Frauen an jedem deiner Hände. Nimm die Waffe runter und lass mir diese Eine. Die Luft flimmert. die dich umgibt Ist wie ein Magnet. Ein Licht für Motten. Gib mir nur eine Chance. Lass mich am Leben, denn ohne sie sterbe ich. Dir geht's doch nicht um sie. Aber du senkst die Waffe nicht. Drum schau in meine Hand. Sieh das Zündholz darin, wie es vergeltend…

einsame Straße in der Winternacht, ein Mann sitzt am Straßenrand

Einsam liegt die Straße

Einsam liegt die Straße, verloren in der Endlichkeit. Die Nacht verschlingt was von meiner Hoffnung übrigbleibt. Einsam sitz ich am Kamin, verbrenne mit dem Holz darin. Du bist nicht mehr hier, verloren sind wir für immer. Der Whisky tröstet nicht, denn deine Wärme fehlt. Ab heute lebe ich in dieser einsamen Straße, gegangen bist du. Mein Haus vermag nicht mehr, mir eine Heimat zu geben. Ich habe dich verjagt, nun lebe ich mit dem Tod. Verloren sehnt sich mein Herz nach deiner Umarmung und der Wärme deines Körpers. Vermisse deinen Mund. So einsam liegt die Straße, so verloren schlägt mein…

verzweifelter Mann hinter einer Scheibe voller Regentropfen

Der Regen ist so hart

Sitze im Elend ohne Hoffnung von allen Seiten bedrängt. Den Stich ins Herz verkrafte ich, doch deine Tränen nicht. Du rufst mich nicht bei Tag und berührst mich nicht bei Nacht, du verbirgst deine Sorgen hinter einem lächelnden Gesicht. Doch ich kenne dich so gut, dass ich deine Schmerzen spüre, die doch meine sind für immer. Der Regen ist so hart. Du reißt mich tief herunter und saugst jegliche Kraft aus mir heraus mit deinem Lächeln. Der Regen ist so hart. Es gibt keine Erinnerung mehr. Nur der Schmerz ist da und reißt in Stücke. Der Regen ist so hart.

eine Gruppe von Leuten auf dem Friedhof

Letzter Moment

Keiner wusste, keiner ahnte, wer ich bin. Niemand kannte, niemand hatte eine Ahnung. Als ich ging heute Nacht, sie alle verließ. Hohle Tränen fielen leer zum Schein. Nur deine Augen starrten unendlich. Sehnten sich zu mir. zurück

eine Frau von hinten läuft durch nächtliche Straßen

Einsam in der Stadt

Ich trage mein kurzes Kleid, aber die Herzen sind aus Beton. Mein langes Haar lockt. Um mich herum nur Einsamkeit. Meine Beine schreiten kräftig, die High Heels schlagen. Hab die Augen geschminkt. Warum sieht mich niemand? Nachts allein in der Stadt, zum Träumen unterwegs. Etwas Neues erleben, das Gewissen zu töten. Enttäuscht finde ich nach Haus. Du liegst wartend auf dem Sofa. Hast nicht geahnt, dass ich sündigen wollte. Wie jeden Abend verließ ich meinen Mann. Und fand niemanden der da war für mich. Als ich neben dir liege, spüre ich deine Umarmung. Fühle deine Hand auf der Brust. Und…

viele Hände berühren eine am Boden liegende Frau

In Tagträumen gefangen

Schwebe ich bereits? Bin ich schon hier? Rot vor meinen Augen. Und ein Flimmern aus dem Jenseits. Diese tiefe Lust – ist sie echt? Hundert Hände krallen sich in ihren Leib. Ich erbebe. Alptraum, wirre Gedanken. Oder doch die Wirklichkeit? Zuckende Leiber, Zöpfe und ein rotes Telefon schlägt Alarm. Augen starren wie tot vorwurfsvoll herunter. Gesten so tötend. Blutroter Mond lacht schamlos über mich. Schweißnass schreie ich mich aus den Traum. Kann die Gestalten nicht vergessen die jetzt in mir leben. Abwesendes Lächeln, Masken und graue Augen. Gekrümmte Körper sich beugen vor Lust oder Schmerz unter hunderten von Krallen. Kaffee…

einsames Holzhaus mit Fenstern im Wald

Einsames Haus

Viele Fenster hat mein Haus doch es kommt kein Licht herein. Dein Weg führte dich weg von mir und ließ mich einsam zurück. Mein Bett ist aus Stein. Ich liege wie zur Folter, anstatt mein Leid im Schlaf zu vergessen. Lange Schatten bedecken das Feuer meines Herzens. Einsamkeit tötet mich Stück für Stück. Da treffe ich sie. Und sie sieht es mir an. "Du lebst alleine in einer verlorenen Welt." Der Whiskey im Glas tröstet nicht. Sie meint: "Dagegen werde ich nie im Leben ankommen." Und verlässt traurig die Bar. Denn ich erinnere mich nur wie es mit dir war.

Fotomontage einer Frau mit Backsteinmuster und ein Mann

Kein Regen wäscht mich rein

Du hast mich betrogen in einer dunklen Nacht die nicht verschleiern konnte dein verletzendes Unrecht. Als ich dich schlug, ein einziges Mal, da war mir bewusst: Ich bin verdammt für immer. Mein Gewissen ist besudelt. Oh Regen, wasch es rein! Ich bin ein Monster. Oh Regen, wasch mich rein. Ich weiß, dass ich schlecht bin. Oh Regen, komme schnell. Im Mund den Joint- wasche mich rein. Der Mörder rennt aus der Kirche, vergeben sind ihm die Sünden. Doch mein Gewissen brennt mir Löcher in die Seele. Der Regen so hart. wäscht meine Schuld nicht weg. Er spült nach außen was…

Nachthimmel 

Verloren in der Nacht

Düstere Nacht zaubert bizarre Wesen mit weißen Umhängen. Zärtliche Rufe vage und fern. Mein Geist ist losgelöst, schwebend und doch die Sinne scharf wie nie. Da nahst du dich als Schleier. Nie gab es diese Chance - nie für mich - von solcher Schönheit beachtet zu werden. Und jetzt sprühen deine Blicke zu mir, hungrig verzehrst du mich. Und ich zerschmelze. Drogengleich in dunkler Nacht umfängt mich deine Gier. Fängt mich auf und sagt: Ich will dich! Bist du Gift oder nur der Schein meiner Wünsche? Weiße Wolken in schwarzer Nacht und ein fremdes Gefühl. Ich löse mich auf in…

eine Frau hält ein Mikro und singt auf der Bühne

Erinnere dich an mich

Ich seh dich, dein Gesicht, dein Wesen - so sympathisch. Du singst nur für mich mit wundervoller Hingabe. Mein Herz brennt für dich und am Ende lächelst du. Wie sollte ich anders als dich zu mögen? So weit wie die See und ewig wie der Ozean meine Gefühle jenseits aller klaren Gedanken. Ich bin dir unbekannt. Und wäre ich es nicht, dann hätte ich mit Sicherheit keinerlei Bedeutung für dich. Und doch bleibt meine Sehnsucht wie eine Laterne in dunkler Nacht so zerbrechlich ist mein Herz verwirf nicht, was du noch nicht kennst! Schenke mir eine Erinnerung, etwas, was dein…

eine depressive Frau in einem leeren Zimmer auf dem Boden

Die Therapie

Es ist die letzte Glut die mein Arzt mir aus den Knochen saugt, mit allerlei Chemie und doch nur auf Verdacht. Mich hat schon die Wut verlassen wie den Stier der zum Ermorden taugt. Diese Therapie mich zum Spielball aller macht. Ist das denn fair? Erkennt es niemand? Bin ich kein Wesen, eines Menschen gleich? Ich kann nicht mehr. Am Ende, ausgebrannt! Nur aufgrund von Thesen blasser werdend und dann bleich. Es schwindet jede Glut. Nur Chemie, vom Arzt verschrieben. Was bleibt ist große Wut. Hätt es nie gedacht: bin totzukriegen! zurück

eine Frau spiegelt sich in einer Pfütze

Nichts wert …

Regen peitscht das Grau vom Himmel und drückt es in mein Herz. Ich bin es nicht wert. Nicht mal das. Jede andere, aber nicht ich. Alles stellte ich infrage. Jetzt hetze ich ziellos durch die Nacht. Nie konnte ich gewinnen, nicht mal in deinen Armen. Weshalb hast du gesagt: "Ich liebe dich" Wieso hast du umarmt eine leblose Hülle? Sturm fegt um die Ecken kalter Mauern. Eisig wie mein Herz, das nicht lieben kann. Alles hinterfrage ich, ohne Vertrauen. Zerstöre es mit meinen Zweifeln. Die Blitze über der Stadt stechen im Kopf, Bestrafen mich mit hackendem Schmerz wegen meiner unerhörten…

eine Frau schaut in der Nacht zum Fenster hinaus

Oben am Fenster

Ich sitze oben am Fenster, schau verloren in die Nacht. In mir toben die Gespenster. Hoher Mond, der hämisch lacht. Nebelschwerter gierig reißen vom Herzen Stück für Stück. Sehnsucht unter fahlen, weißen, fantasiegestricktem Glück. Wirre Gedanken lähmen. Sie tun unendlich weh. Sind ja nicht zu zähmen. Sie wollen, dass ich geh. Am Fenster oben ganz allein. Der letzten Kerzen Strahlen selbst mögen nicht mehr sein. Mein Fall beendet alle Qualen. zurück

ein Mann leidet unter Albträumen

In den Krallen der Nacht

Schweiß auf dem Gesicht, Erinnerung an Schmerzen. Immer und immer und immer wieder. Auf ewig verloren im Gedankengewirr. Sinnlos gefangen, schwer geträumt. Nichts gibt Sinn, Schwarz, Weiß, Alltäglichkeit. aufgesetztes Lächeln - innen doch nur Bitterkeit. Offne Augen gelähmt. Jeder Idee beraubt. Wie Wein auf Hefe. Augen fiebernd rot. Nasser Körper atmet schon den Tod. Herz leuchtet noch, während es verbrennt. Am Abend heut erstirbt die Sonne nicht allein. Und deine Trauer kommt zu spät. zurück

eine einsame Frau auf nächtlicher Straße

Verbrechen in der Nacht

Blind getastet angstvoll schlagend Herz belastet Augen fragend. Straßen schrecklich leer kahler Mondenschein Seele giert nach mehr verschleiert ihre Pein. »Junge Frau gefunden, Mord in Nacht geschehn.« Die wahren Wunden nicht zu sehn. Inspiriert durch Fever Ray 'Keep The Streets Empty For Me' zurück

eine Frau einsam in einer fremden Stadt

Verloren in der Ferne

Das Dunkel der Straße umklammert meine Seele. Eine fremde Stadt ein trauriges Herz. Von Ferne ein alter Mann und sonst nur Einsamkeit. "Vergisst du deine Stadt?", flüstert er im Vorübergehn. Welche einsamen Wege gehe ich in dieser Nacht? Wie könnte ich denn meine Heimat vergessen? Ein fremder Geruch lässt mich vermissen den Puls meiner Kindheit. Sind das Tränen? Irgendwann wache ich im Licht der Sonne auf. Dann sage ich dem Alten: "Nie vergesse ich sie!" Jeder Morgen in diesem fremden Land erscheint wie der Klang einer Nacht voll schluchzender Zikaden. Wie das Blut in meinem Herzen ist die Farbe deiner…

eine Frau mit langen Haaren an einer Bar

Kein Ausweg mehr!

Überall bin ich: dein Schmerz, dein Tod. Beständig ist deine Liebe dein Unglück. Überall im Wald findest du deine Angst. Nicht mal am Meer kannst du sorglos gehn. Überall die Nacht – zerreißt dein Innerstes. Selbst im Schlaf nur endloses Grauen. Heute halte ich dich ganz fest. Heute atmest du – den letzten Seufzer. Inspiriert durch Leonhard Cohens "Here is it" zurück

ein Frauengesicht

Ich bin verwirrt …

Ich bin verwirrt, du bist jetzt da. Eine Schönheit hatte ich mir anders vorgestellt. Ich bin verwirrt und kenne mich nicht mehr. Denn du bist da. Ich bin verwirrt, dein Körper ist so gar nicht das was ich begehr. Es verwirren mich deine Gesten, deine Mimik. Und dein tiefes Lachen. Es verwirrt mich, wie du mich anschaust. Als gäbe es nur mich für dich. Es verwirrt mich, das du nicht meine Traumfrau bist aus tausend Träumen. Ich schau dich an wie zum ersten Mal. Und weiß: Ich irrte mich! Ich bin verwirrt, denn nur du fesselst mich so sehr, mich…

Mann und Frau schauen enttäuscht aneinander vorbei

Eiskalte Lippen

Ich glaub dir nicht. Dein Kuss auf die Wange. Das Gift einer Schlange – er tötet mein Herz. Ich misstraue den Augen die mich verschlingen und voll kalter Gier in mein Innerstes dringen. Du warst nie hier, um mich zu trösten. Und wenn du es warst, dann fror ich bei dir. »Es ist Zeit, zu gehen!« Wie soll ich den Tod im Herzen verwahren, den du mir gebracht? Reuevoll heut deine Augen, fordern sie von mir: »Küss meine Lippen!« Doch sie sind eiskalt. Mit Verlangen hast du dein seelenloses Wesen genährt mit meiner grenzenlosen Blindheit. Mein Vertrauen hast du gewissenlos…

eine Hand aus Eis und eine Hand aus Feuer berühren sich

Für deine Liebe tu ich alles

Für deine Liebe tu ich alles, auch wenn du so oft wie aus Eis geschnitzt abends in das Feuer starrst. Für deine Liebe tu ich alles, mach mich klein und nichtig. Verfalle mehr und mehr mit Schmerzen deiner Kühle.. Für deine Liebe sterbe ich. Oder töte dich im Wahn. Oder auch uns beide. Oder lebe sinnlos weiter. Für deine Liebe bin ich nichts- und kann zu allem werden. Denn wir zwei sind am Ende doch nur eins. Bin ich denn verrückt? Bist du nicht bei Sinnen? Schlagend liegen wir uns keuchend in den Armen. zurück

wilde Atlantikwellen brechen gegen das Steinufer

Sehnsucht nach Ruhe

Als der Atlantik brüllte, die Brandung donnernd ihre Gischt zertrümmerte- da verlorst du mich. Ich will nur etwas Ruhe. Da schreit dein Herz mich an. Gib mir nur etwas Zeit, verschlinge mich nicht ganz. Eine Pause wünsche ich mir. Da denkst du gleich an Trennung. Ahnst du nicht, wie sehr ich unter deiner Sorge leide? Als der Atlantik brüllte, die Brandung donnernd ihre Gischt zertrümmerte- da verlorst du mich. Gleich den Wasserwogen schäumst du deine Gefühle. Und zerbrichst am Felsen meiner erschöpften Seele. Schmeichle mir ein wenig und drücke meine Hand. Schweig mit mir die Wand an und sei einfach…

ein Leuchtturm, im Vordergrund ein leeres Boot

Letzte Fahrt über den schwarzen Fluss

Es ist Nacht, ein Schatten schwebt. Der schwarze Fluss kriecht wie ein Wurm, durch das dampfende Moor. Kein Paddel führt das knarrende Boot. Wie von Geisterhand findet es den Weg. Im Kahn der alte Mann- eingefallen sein Gesicht. Im Arm den Jungen, der tot die Fackel trägt. "Hätt' ich Tränen, würd' ich sie vergießen. Hätt' ich ein Herz, würd' es vor Trauer sterben." Doch der alte Mann hat keine Tränen mehr. Zu oft im Leben hatte er geweint. Auch sein Herz ist längst schon abgestorben. Leid und Unglück haben es versengt. So fährt der Junge allein gelassen.. Nur eine Fackel…

ein leeres Boot im Sonnenuntergang

Leeres Boot

Das Boot ist leer vom Bug bis zum Heck Meine Sehnsucht bleibt unerfüllt. Ja, mein Herz ist leer. Ich schwebe im Raum. Nacht und Tag irre ich umher. Mein Kopf ist hohl und einsam bin ich inmitten des Lärms, so leer ist mein Boot. Verlassene Straßen und verbrauchte Gedanken. Hab keine Kraft mehr zu leben oder tot zu sein. Die Wellen treiben das leere Boot, und irgendwann zerschellt es ungesehen. Inspiriert von: Teho Teardo & Blixa Bargeld The Empty Boat (Caetano Veloso's cover) zurück

eine Frau läuft nachts durch eine einsame Straße

Leere Straßen in der Nacht

Die Haare wehn im eisigen Wind. Die Blicke flehn, Hoffnung zerrinnt. Bin hier geboren, sehe das Elend. Bin hier verloren. Einsam bebend. Die Welt ist still. Leer und verlassen. Straßen voll Müll, Schatten verblassen. Durch düstre Nacht lauf ich allein. Leere Straße lacht- find nicht mehr heim. Suche den Sinn mit offnen Augen. Es ist schlimm an Glück zu glauben. Inspiriert von Fever Ray ›Keep The Streets Empty For Me‹ zurück

ein Mann weint

Ich liebe dich nicht …

Du siehst mich an, als könntest du ohne mich nicht leben. Tu mir nicht weh! ich mag dich doch, doch ich liebe dich nicht. Jahre verstrichen und du zeigtest mir stolz den Sohn deines Mannes. Mit ihnen stand ich am Grab, als du gingst. Zu zeitig für eine junge Frau. Tu mir nicht weh! ich mag dich doch, doch ich liebe dich nicht. Nur mein Herz zerreißt. Und ich sterbe mit dir. Tu mir nicht weh! Inspiriert von Otis Taylors ›I like you but I don’t love you‹ zurück

nasses Kopfsteinpflaser bei Nacht

Wärst du bei mir geblieben

Ich gehe durchs Dunkel und sorge mich nicht. Hast mich verlassen und ich zerbreche nicht. Die Kehle durchschnitten mit einem Messer aus Eis doch es schmolz und ich lebe noch. Meine Hand an der Brust verwehrt dir die deine. Du bist mein Peiniger und wirst es büßen. Ich gehe nach Hause und sorge mich nicht. Wolltest du meine Schönheit so stirbst du mit deiner. Ich fühle, dass du zerstört am Boden liegst. Mein Blick füllt sich mit Rauch. Wärest du bei mir geblieben! zurück

stolze Frau sieht auf eine zerstörte Stadt

Als sähe der Herr nicht …

Die Nacht legt sich und hüllt den Moloch ein. Die Stadt, durch die du verstört und ziellos wanderst. Angewidert siehst du sie an, die Hure an der Straßenecke und rollst mit den Augen. Als denke der Herr so klein. Dein Kleid sitzt ordentlich, nicht wie die Lumpen jener obdachlosen Frau. Als fühle der Herr keinen Schmerz. Und schnellen Schrittes umgehst du schaudernd die zugedröhnten Kids. Als sehe der Herr nicht das Elend. Landest endlich wohlbehalten neben deinem schlafenden Mann, der den Ehering längst abnahm. Als sähe der Herr nicht alles. Erwachst am Morgen, und fühlst dich überlegen über jene dunkle…

eine leere Bankgruppe

Verpasste Gelegenheiten

Als hätten wir genug davon, mieden wir die Küsse. Als gäbe es Unendlichkeit, verkrochen wir uns. Als wäre das Feuer erloschen, erstarb unser Gespräch. Als wäre alles nur noch eine Frage des Verstandes. Als endete ein Epos mit dem Tod aller Helden. Keiner von uns hielt ein Schwert, den andern zu verletzen. Doch keiner erbarmte sich, um Gefühle zu zeigen. Als hielten uns die Schmerzen nicht mehr am Boden. Als müsse es so sein, fratzte uns der Tod ins Gesicht. Als wär es nicht genug, diese Blitze im Kopf. Als käme das Elend zu spät, ertötete es unsere Lethargie. Als…

eine Musikgruppe mit Sängerin auf einer Bühne

Halte mich fest

Wenn jeder hier im Saal am Abend stirbt. Wenn mein Liebling heute für immer Auf Wiedersehen sagt. Halte mich fest! Ein trauriger Klang wenn die letzte Münze in die alte Musikbox fällt. Zum letzten Mal mein Lied erklingt. Nimm mich in den Arm! Jeder im Raum denkt an sich, niemand ahnt deinen Schmerz. Oder den Meinen. Oder den Tod vor der Tür. Halte mich fest! Wenn auch jeder hier stirbt, wir hatten uns getroffen. Vereinten uns für kurze Zeit unter des Zufalls Schirm. Lass mich nicht mehr los! Bring mir noch einen Drink gemixt mit Sehnsucht und Abschied. Ich schließe…

ein zerbrochener Spiegel

Verletzt

Blut und Asche, Sand und Staub, so purpur-grau die Seele brennt. Wie ich versinke ins feurige Grauen geheiligter Vertrauter- als Unrechtmensch. Rot und Grau, gescheuert, verätzt. So stirbt Vertrauen auf immer und ewig. Lippen aus Stahl, dein Herz ein Dolch. Wie konntest du mich so verführen? Blut und Asche. Und tief in mir ein Hoffnungssplitter lässt mich qualvoll leben. zurück

ein Mann und zwei Frauen in einem Raum

Drei im Raum

Ein Mann mit zwei Frauen im Raum. Was könnte da passieren? Sie und sie und ich im Raum. Ganz offiziell. Sie und sie und ich und weißes Licht so grell. Ein paar Worte ausgetauscht. über sie und mich. Gegenseitig dann gelauscht, Sie und sie und ich. Plötzlich eine sie der beiden, die im Raum, schaut mich an wie nie, als wäre es ein Traum. Sie und sie und ich. Und doch nur ich und du. Wie überraschst du mich! Lässt mich nicht in Ruh‘. Mein Name – dir vertraut, der deine noch versteckt. Dein Blick macht Gänsehaut. Wir haben uns…

ein Frauenauge, in dem sich ein Mann und eine Frau umarmen

Es ist Lüge

Ich liege in deinen Armen. Dein Bart ist gewachsen. er kitzelt mein Gesicht. Ich habe Gänsehaut. Es ist Lüge. "Ich liebe nur dich. Will bei dir bleiben. Dich begehren für immer. Lass mich dich verschlingen." Es ist Lüge. Das Bild von ihr und dir verdränge ich für Sekunden. Deine Hand um ihren Leib durchscheidet meine Seele. Es ist Lüge. Du hebst mein Shirt, streichelst meinen Körper. Zärtlich und voll Trug erregst du mich. Es ist Lüge. Als ich in den Spiegel schaue seh ich sie. So schön. Ihre Lippen auf den deinen. Und du verzweifelt. Es ist Lüge. Du bist…

eine Frauvor einem Feuerball

Der Krieg ist vorbei

Der Krieg ist aus. Warum hast du dann meinen Mann erschossen? Der Krieg ist vorbei. Und du tötest weiter. Als wäre es dein Lebenszweck. Der Krieg ist beendet. Doch deine Finger kleben am Abzug, zitternd. Es ist jetzt Frieden nur für kurze Zeit, denn dich gibt es Tausendfach. zurück

Mann und Frau trinken Kaffee auf dem Bett

Ich hab gekocht für dich

Ich hab Kaffee für dich gekocht. Willst du mich jetzt verlassen? Einem Anruf folgen? Ich hab gekocht für dich. Ich hab Kaffee für dich gekocht. Was könnte wichtiger denn sein? Hab ein Herz mit Milch geschäumt. Ich hab gekocht für dich. Ich hab Kaffee für dich gekocht. Und ihn dir ans Bett gebracht. Dein Handy raubt dich mir. Hab doch gekocht für dich. Ich hab Kaffee für dich gekocht. Du drückst den roten Knopf. Und nimmst lächelnd was ich hab gekocht für dich. Ich hab Kaffee für dich gekocht. Schmecke deine Kaffeelippen. Bevor die warme Decke uns umhüllt. Ich hab…

ein Mann in der Nacht mit Laptop auf einer Bank

Nachtwandler

Und wieder einmal verstehst du nichts. Zwei Welten, in denen ich der Schatten bin. Und wieder einmal gegen alle Konvention du die Gute, ich der Böse. Und wieder einmal klagst du mich an, Voll Bitterkeit im Innern. deutest du zur Uhr. Und wieder einmal die bösen Blicke. Das Unverständnis aus müden Augen. Und wieder einmal die Stille der Nacht. Endlich und vollkommen hüllt sie mich ein. Und wieder einmal bin ich nicht müde und fliehe jedem Schlaf und bezahle dafür teuer. Und wieder einmal die Sterne am Himmel. Lockt die Ewigkeit spiegelnd sich in Tümpel. Und wieder einmal. Nein! Ewig…

eine4 Sanduhr am Strand

Zu zweit in der Vergänglichkeit

Die Gischt, sie trägt den letzten Rest und spült ihn weg. Die Zeit, sie nimmt mir meinen Sinn und küsst mich in den Tod. Nichts kommt zurück, verlorn für immer. Wie die Frucht die faul am Boden liegt. Doch da bist du! Verlierst mit mir. Zu zweit genießen wir Vergänglichkeit. Hörprobe: Sprecherin Dana Schuster Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... zurück

Mutte5r und Tochter auf einer Parkbank

Gedanken einer Tochter

Mein Gesicht kennt niemand. Ich bin ein Nebel. Ein Lied ohne Noten mit vergessener Melodie. Wie der Orkan die Wolken treibt, verrinnt nutzlos die Zeit, und beachtet mich nicht. Was tue ich hier? Wozu hast du geboren? Denn du gingst und das Licht verlosch. Hörprobe: Sprecherin Dana Schuster Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... zurück

ein Mann von hinten geht traurig durch finstere Gassen

Von Bar zu Bar

Es ist Nacht. Nacht in der Stadt. Und Nacht in mir. Zeit zu trinken. In der Bar nur Dunkel und Glitzer. Verworfenheit. Wieder die Straße. Hoffnungslos dunkel. Zur nächsten Bar. mit finstrer Seele. In mir noch immer keine Hoffnung. Trinke Gin und gehe wieder hinaus. Alle Bars versagen, mir ein wenig Licht zu bringen ins schwarze Herz. „Mann erfroren. Nacht zu kalt. Zu viel Alkohol.“ Niemand liest. zurück

Gräber auf dem FRiedhof

Im Gedenken

Du. Du bist. Du bist nicht mehr. Du bist nicht mehr hier. Ich. Ich vermisse. Ich vermiss dich. So sehr fehlst du. Mit wem soll ich sprechen? Und eins sein? Verstehen? Mit wem? zurück

ein trauriger Mensch sitzt in einer Seifenblase

Sind wir denn Freunde?

Sind wir denn Freunde? Der Mond versinkt im Nebel. Wir lesen dasselbe Buch im Nachtlicht unsrer Sorgen. Zerrissenes Laken, wenn der Rauch steigt. Wir sehen nicht klar nur die Zeit verschlingt. Dahinter verbirgt sich der endlose Schmerz. Die Kraft unseres Seins. Zeit, es zu erkennen. Versuchen wir es. Vielleicht passt es ja. Dann sind wir eins und fallen endlos. Irgendwann verschlingt es, das Ende von allem, unsre gepeinigten Seelen. Ob geliebt oder nicht. Soll deine Trauer mich vernichten und mein Feuer dein Herz verbrennen! Spielen wir das Spiel der endlosen Qual. Und stöhnen vor Lust. Versuchen wir es. Es ist…

Gräber auf dem Friedhof unter Bäumen

Was bleibt von mir? (Gedanken eines Autors)

Du liegst neben mir und ahnst nicht den Schmerz. Die Qual, die ich fühle. Das Feuer, das mich verzehrt. Ich schreibe selbst jetzt, wenn ich neben dir liege. Es brennt das Herz im Chaos der Gefühle. Von mir wird nichts bleiben, wenn ich nicht schreibe, über den Schmerz in meiner Seele und dich. Gebrochenes Dasein mit Worten für später mühsam gebannt auf Papier durch meine zitternden Finger. Ich sitze am Ufer, der Grenze zum Wahnsinn. Während du atmest in Ruhe neben mir. Wer ahnt was ich denke um mich zu verstehen? Kann ich nur etwas für immer hinterlassen? Wie ist…

eine rothaarige Frau zerbricht wie Porzellan

Du denkst …

Du denkst, du kennst mich, wenn ich weine. Du denkst … Du denkst, die Freudentränen sind Trauer. Du denkst … Du denkst, ich liebe dich, weil du es tust. Du denkst … Du denkst, es kann nicht sein, mich tot zu sehen. Du denkst … Du denkst, es war nicht deine Schuld. Du denkst … zurück

die Hände einer Frau und eines Mannes berühren sich zärtlich an einer Kaffeetasse

Manchmal lieben wir uns

Manchmal tust du einfache Dinge. Mich Trost suchend umarmen oder das Essen servieren. Manchmal tust du einfache Dinge. Manchmal antworte ich dir mit vielen Worten ohne Sinn. Deine Wange flüchtig küssend. Manchmal antworte ich dir. Manchmal verstehen wir uns. Ohne Worte blind das Gleiche fühlend, elend sein oder glücklich. Manchmal verstehen wir uns. Manchmal lieben wir uns mehr als an anderen Tagen an denen uns der Alltag frisst. Manchmal lieben wir uns. Aber immer bewahren wir uns gegenseitig innig und fest und ehrlich tief im Herzen. Aber immer bewahren wir uns. zurück

ein Klavierspieler im Nachtklub

The Bluesman

Ein Mann am Klavier und Männer in Hüten, die ihm lauschen. Ein Mann mit weinender Seele und Frauen mit Augen, entrückt feucht schimmernd. Ein Glas Wein funkelnd im düstren Scheinwerferlicht. Darin die Tränen des Blues. Falten auf der Stirn, Schmerzen im Gesicht und Schweiß ohne Hitze. Der Blues erfasst mein Herz im Takt der schwarzen Tasten. Gelassenes Sterben. Und du neben mir und ich neben dir gebundene Seelen. zurück

eine Frau im Spiegel und unheimliche Schatten hinter Vorhängen

Gib mir deine Lügen

Dunkler Raum und Totenstille. Sehe dich kaum als wärs dein Wille. Ich frage nicht. Drücke mir den Hut tief ins Gesicht. Fühl mich nicht gut. Du wirst mich betrügen. Mit lächelndem Mund umarmend mich belügen. Vernichten ohne Grund? Gib mir deine Lügen, nie die Wahrheit! Denn sollte siegen die Gerechtigkeit? Dein verlogner Mund umschließt den meinen. Gib mir den Grund Gefühle rauszuweinen. Du bist mein Spiegel, das Böse in mir drin. Schließe den Riegel, zerstöre, was ich bin. Im schwarzen Zimmer mit verloschenen Kerzen sind zwei für immer und ewig ohne Schmerzen. zurück

ein dunkler Schatten sitzt in der Nacht im Freien

Vorbei der Krieg

Vorbei der lange Krieg. Vorüber ist mein Leben. Es gibt ja keinen Sieg. Umsonst war alles Streben. Vorbei mein irres Hoffen einem Menschen nah zu sein. Hab niemanden getroffen. Verlasse diese Welt allein. Umsonst mein Bestreben in der Nacht des Lebens mehr als andere zu geben. Alles endlich und vergebens. Hatte mich bemüht nicht schlecht zu sein. Habe nicht gesiegt. Sterbe jetzt allein. zurück

eine Mutter hält ihr Baby

Mutters Alltag

Ein Heulen - Nacht vorbei! Denn früh um Drei schreit das Töchterlein, 61 Zentimeter klein. Vater stöhnt. Mutter rennt, als ob das Häuschen brennt. Wiegen, stillen, wiegen. Kommt Mutter dann zum Liegen, Vaters Schnarchen hallt durchs Haus. Mit ihm ist auch die Nachtruh‘ aus. zurück

zerbrochene Glasscheibe

Trügerischer Schein

Fühle grenzenlose Energie. Deren Leichtigkeit verleiht mit grausam kalter Ironie nur immense Einsamkeit. Zerrissen ohne Fundament, gähnend leer, nur schwebend, bin ich, was man kennt, eine Hülle, ohne Herzen lebend. zurück

ein Frauengesicht hinter Glas

Elend einer Stadt

Ich höre die Ruhe, vernehme den Schmerz. Das Elend ruft zum großen Fest. Schlangen wirbeln als Arme durch die Luft. Sie betteln um Brot und ein Stück Glück. Ich höre die Stille, versinke im Weinen. Und völlig gelähmt renne ich ums Leben. Abgestorbener Wald gleich den Herzen der Menschen um mich herum. Nur Ächzen der kahlen, verstorbenen Stämme im Sturm des Unglücks einer großen Stadt zurück

eine Frau mit Hut von hinten in der Wüste

Vergiss mich nicht

Ohne Hoffnung steh ich hier zwischen Stein und Fels. Ich brauche deine Liebe mehr als alles andere. Aber du gingst weg. Weinend zwar und mit gesenktem Haupt. Meine leere Hülle trauerte. Vergess mich nicht, nicht meine Liebe zu dir. Sei auf der Hut vor geheuchelter Verführung. Wenn ich müde bin lieg ich auf der Erde, inmitten der Steine und des welken Grases. Vergiss die Liebe nicht, das Band, das uns verbindet. Irgendwann kommst du zurück. Ich hoffe und ich fühle es. Bis dorthin bin ich der einsamste Mensch auf Erden. Zerbrochen, voller Hoffnung und böser Ahnung. Vergiss mich bloß nicht!…

eine Frau von hinten mit weißem Kleid und Stola 

Rettung

Ich stehe da auf einer Lichtung. Als reif gewordne Frau. Sturm jagt mein Haar auseinander. Stolz hab ich noch. Meine Stimme trägt hinaus. Ein Lied voll Zittern. Die Trommeln hört niemand. So sehr mein Herz auch schreit. Versteht den Schmerz denn niemand? Bleib ich auf der Welt allein? „Ich bin die Retterin. Sei ruhig. Im Sturm ich trage dich. Fühle deinen Schmerz unendlich. Nur noch einen Augenblick!“ zurück

ein Mann sitz erschöpft auf einem Holzstuhl in einem kahlen Raum

Ein guter Tag

Heute war ein guter Tag. Doch ich weine mir die Seele aus dem Leib. Kann ich nicht den Tag genießen um mich ein wenig gut zu fühlen? Stimmt es, dass ich ende, wie von den Eltern immer eingetrichtert wurde? Wird mich niemand lieben, weil ich schlecht bin, voller Unzulänglichkeiten? Ende ich wie sie, vertrau dem Falschen, ausgenutzt bis in den Tod? Du hast mich unendlich und tief verletzt, den Spiegel vorgehalten. Jetzt entscheide ich mich, dich zu lieben. Weil du mir nicht schmeichelst. zurück

ein Mann und eine Frau tanzen in einer Bar

Whiskey – Für immer verbunden

Ich bin dein Whisky. Wie du mich begehrst! Ich bin dein Whisky. Und du mich zerstörst. Ich bin dein Whisky, mach dich betrunken. Ich bin dein Whisky. In Trance wir versunken. Ich bin dein Whisky. Entspann deine Seele. Ich bin dein Whisky. Liebe ich stehle. Ich bin dein Whisky. Gehöre zu dir Ich bin dein Whisky. Wie du zu mir. Du bist mein Whisky. Von dir besessen. Du bist mein Whisky. Bist niemals vergessen. Ich bin dein Whisky. Bring dir Verderben. Ich bin dein Whisky. Und du mir das Sterben. Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... zurück

eine Frau hält eine Pistole

Tödlicher Irrtum

Ich sehe die Sorgen die dein Gesicht in tausend Falten werfen. Ich halte deine Hand, erkenne angsterfüllt die tausend Schrecken deiner Seele. Fühle mit Herz und Sinn deine unendliche Pein. Es kann nur der Tod dich erlösen. Zücke schon das Messer. Scharf ist es und bringt den Tod dir ohne Schmerz. Hebe den Arm, sind vereint wie Mann und Frau, wie Jing und Jang in Ewigkeit. Dein Mund wird zum Lächeln, Augen strahlen hell. ich begehr dich bebend und mit aller Macht. Da brüllt in deiner Hand gleißend kalt ein Lauf. Sendet gnadenlos den Tod zu mir. Meine Augen fragen…

eine dunkle Rose

Der Liebe Tod

Liebe stirbt in meinen Händen, wenn ich sie zu fassen glaube. Als würde alles plötzlich enden, als ob ich andern etwas raube. Was mich berührt wird Asche, bin wie der Tod auf Beutezug. Weit geöffnet eine Tasche voller Unglück und Betrug. Möchte doch nur leben wie Millionen Menschen auch! Lieben, hegen, pflegen. Alles wird durch mich zu Rauch. Man lehrte mich zu leiden. Bin Kreatur und ohne Wert. Niemand sollte mich beneiden! Kann niemals fühlen unbeschwert! Mit offnem Herzen trafst du mich, als wär ich deiner Liebe wert. Doch später, als die Zeit verstrich, traf tödlich dich mein kaltes Schwert.

eine Stadt unter Nebel und Eis

Untergang

Schatten wie von Nebelhand. Rauch und Ascheregen lassen dich versinken so schnell wie nie gekannt. Frost bricht entzwei, und Schnee gebiert die Hölle ohne Ende. Lautloses Sterben. Neu erstrahltes Licht durchsucht am Morgen alle Ewigkeiten - findet uns nicht mehr. zurück

Die Straße einer Großstadt bei Nacht

Lichter der Großstadt

Du rufst meinen Namen im Licht der Großstadt. Und öffnest deine Lippen. Ich irre umher im Licht der Großstadt und sehne mich nach dir. Du bist die Einzige im Licht der Großstadt die mich wärmen kann. Ich suche den Weg im Licht der Großstadt und finde ihn nicht. Endloses Labyrinth im Licht der Großstadt lässt mich verzweifeln. Füreinander bestimmt im Licht der Großstadt finden wir uns nie. Hörprobe: Sprecherin Dana Schuster Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... zurück

Skulpturengruppe: Drei Personen tragen einen Toten

Das Sterben

Sterben ist das Schlimmste nicht. Doch krampft das Ich. Eh die Lebensgeister fliehn, krallt sich Panik ins Gesicht. Unendlich sind jetzt die Sekunden grenzenloser Schmerzen! Sinnlos ist mein Widerstand. Aller Stolz komplett verschwunden. Für alle da gewesen. Nur wofür? Ein Erbe? Nur Gelaber! Unbemerkt vergehe ich. Ein Blatt brennendes Papier. Von den Lebenden verbannt, besiegt und ehrlos, verlass ich diesen Ort. Missverstanden und verkannt. zurück

Dr. House springt vom Balkon

Die Entscheidung

So viele Leute. Meine Schmerzen. Seh ihre Freude. Wie sie scherzen! Doch ich leide- keiner ahnt davon. Nie mehr Freude. Jede Pille ein Bonbon. Vorbei das Streben, will nur sterben. Denn mein Leben liegt in Scherben. Springe vom Balkon, fühle mich im Flug wie ein Luftballon. Es ist genug. Inspiriert von My Body Is A Cage zurück

russische Tänzerinnen in Kostümen

Eifersucht

Sie sehen sich an die Frauen im Kleid. Und wünschen einander einen grausamen Tod. Sie lachen sich zu, die Damen am Abend, und zwinkern verschmitzt die Pest aufeinander. Oh wie schön sie war, diese Oper der Stars. Lächelnde Frauen im weißen Kleid zurück Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... Video ohne Cookie

ein Frauengesicht traurig zur Hälfte sichtbar

Nur eine Frau

Wie sie ihn anschaut, mit Falten in den Augen, die nicht das Lächeln formte. Ihre unendliche Liebe zu ihm. Wie ihre Stimme fleht und das Innerste nach außen trägt: Sie liebt ihn. Ihre geschminkten Lippen sind längst schon tot. Ihre Augen erloschen. Sie ist ihm egal. Nur eine Frau, nur eine. Eine mehr oder weniger. Glück oder Unglück. Nur eine Frau. Nur ein Mensch, der liebenswert ist. Gestorben am kalten Herzen eines Widerlings. zurück

ein dunkler Schatten von hinten

Als ich ging

Als ich heute ging, verließ ich mein Leben. Den Alltag, die Sicherheit. Dich. Hinter mir nur Schmerz, Verwirrtheit, Zweifel und große Qual. Verloren. Sturm trägt höhnend den Hauch der Verzweiflung in mein Herz. Enttäuschung. Als ich heute ging, hinterließ ich einen Haufen voller Scherben. Dich. Hinter mir die Qual, zu wissen, wer ich bin: ein Nichts! Leere. Sturm löst höhnend mein Gewissen auf in nichts. Bricht das Ich. Versagt. zurück

nachts ein einsamer Mann auf einem großen Parkplatz

Der Schlussstrich

Nur Eis und Schnee und Luft wie tausend Messer. Irrlichtgleich wanke ich verloren durch die fremde Stadt. Spott der Krähen oben, Maschinenmenschen um mich her. Die Seele in mir abgebrannt, verloschenes Feuer im Regen. Bin ganz ruhig geworden. Diese Hölle an Gefühlen kann nicht schlimmer werden. Bin ganz unten angekommen. Zitternd kalte Finger angeln aus dem Herz dein Bild hervor. Ganz liebevoll zerknitternd werfe ich es in den Gully. Nie mehr binden, nie mehr lieben, nie mehr geben, nie mehr sterben. zurück

ein Auge, in dessen Pupille sich zwei Küssende spiegeln

Die untreue Frau

Du rufst nach mir. Ich schrecke auf und eile. „Ich bin hier!“ Du rufst nach mir, doch ich bin längst in deinen Armen. Du rufst nach mir, bis ich verstehe: Ich bin nicht ER! Du rufst nach mir und senkst sterbend deine Augen. Du rufst nicht mehr. Ungeliebt in deinen Armen sterbe ich mit dir. zurück

Hochhausfronten

Die schmutzige Stadt

Schwebe über den Wolken bin sorgenlos. Mein Leben ist jetzt ein Traum. Erwache am Morgen leicht, beschwingt. Beschließe den Tag ohne Freude. Tief unter mir die dreckige Stadt. Weit hinter mir das Chaos. Schwebe hoch oben über jeden Smog. Gespielter Frieden, lauernde Rücksicht. Die dreckige Stadt tief unter mir lacht mich an. Verderbt, stinkend. Endlich später schau ich nach oben. Fühle jetzt Leben in der dreckigen Stadt. Treffe Freunde, die mich verletzen und unendlich trösten in der dreckigen Stadt. Schwitze und stöhne, sorge mich und fluche und weiß doch: Jetzt leb ich! Wie hasse ich die dreckige Stadt. Doch mein…

ein rotes Auge, in dem eine Landschaft zu sehen ist und Wasser herauskommt

Das hättest du nicht tun sollen!

Du hast mir mein Gesicht genommen, mein Name - in Asche zerfallen! Doch meinte ich: „Es macht mir nichts aus!“ Bin wie alter Wein vergoren- schal und schlecht, gequollen. Nie hatte ich geklagt: „Ich halte es nicht mehr aus!“ Dann nahmst du mir, was mir geboren mit eisigem Gefallen. Da habe ich´s gewagt: Wurde Kain und du der Abel, doch ich war gut und du die Böse. Bis mich dann die Nacht umschloss. Da warst du längst nicht mehr … zurück

ein Drink wird eingegossen

Der letzte Drink

Trinke heute Nacht, als wäre es die letzte. Als käme morgen nur noch die Unendlichkeit. In der ich nebelhaft als Dunst zerfließend die Erlösung finde. Diese Nacht ein letzter Drink! Sink ich jetzt hin vergiftet. In Zweifeln – ohne Wiederkehr. zurück

eine Person mit Huddie von hinten

Warten

Ich warte auf die Nacht die endlich macht, dass ich traurig werde. Ich warte auf die Dunkelheit, die mich dann befreit von aller Freude. Ich warte auf den Wind, der mir sicher nimmt die sinnlose Hoffnung. Immer nur warten wo ich doch nicht hoffen möchte. Ständig nur sehnen nach Ruhe, die endgültig ist? Nur um zu spüren, wie fern du mir geworden bist? Ich sehne mich und fühle bis in Ewigkeit nichts mehr. Bin zu leer, um zu sterben. Zu enttäuscht, um zu leben. Muss nur warten auf das Mischen der Karten. Auf ein neues Lächeln. Das … ich ……

eine alte Steinbank auf einer Wise

Keine Rettung

Ich umarme dein gefrornes Herz und wärme es mit Qual. Mir ist dein unsagbarer Schmerz im Leben nie egal. Eis umgreift dann mein Gemüt. Plötzlich wird es finstre Nacht. Haben uns umsonst bemüht. Allein der Tod noch glücklich macht. zurück

eine Frau tanzt durch die Stadt

Endlich Spaß!

Schuftest jeden Tag. Habe, was ich mag. Kein Spaß. Eilst jeden Morgen für mich zu sorgen. Kein Spaß. Sekundenkuss gehaucht, Liebe ist verraucht. Kein Spaß. Gibst mir ein Haus. Muss hier raus! Kein Spaß. Laufe durch die Stadt. Hab es so satt. Kein Spaß. Verrückt? Vielleicht. Dein Alltag seicht. Kein Spaß. Wind in den Haaren, nach all den Jahren endlich Spaß. Tanze durch die Stadt. Ungewissheit satt. Endlich Spaß. zurück

düstere Szene in der Wildnis

Der letzte Tag

Heute tue ich Dinge die ich lange aufgespart und gemieden hatte, für letzte Augenblicke Heute tue ich Dinge, die die Konvention mit aller Strenge mir verbot und ich ersehnte. Heute weiß ich sicher, dass ich morgen sterbe. So vollbringe ich mit Gier das Verbotene dieser Welt. Heute ist der letzte Tag. Gewählt, vollbracht, zerstampft. Zunichte alles, was mit Mühe ich mir aufgebaut. Verschwunden. Heute endet das Gedenken an einen Menschen. Denn morgen bin ich tot. Und böse. Nichts mehr wert. Heute ist Zorn. Heute ist Wut. Heute ist Ohnmacht. Heute: der beste Tag! zurück

Abendstimmung

Endlich Nacht

Endlich Nacht! Und sie macht dass alles Dunkle flieht aus innerstem Gemüt. Endlich! Dunkelheit liebkost mit Zärtlichkeit. Müh und Sorgen haben Zeit bis morgen. Endlich träumen, Pflichten versäumen. Schweben im Raum- es ist ein Traum! zurück

Schattenhände hinter weißem Stoff

Der letzte aller Alpträume

Die Nacht umschlägt ihr Tuch und wickelt mich drin ein. Fesselt meine Seele und knebelt sie zu Schmerzen fest. Schweißgebadet sauge ich im Todeskrämpfen letzte Luft in ausgedörrte Lungen. Hammerschlag des Herzens. „Ich kenn’ euch alle, jede Nacht kommt ihr zu holen mich! Vertraute Gespenster, tödlich und unverständlich mobbend.“ Schweiß durchnässt das Laken, das Herz rast holpernd, ungestüm. Das Koma ist so nah wie nie. Mein Leben - wo ist die Wirklichkeit? „Erwache doch, dann bist du frei!“ Die Kraft dazu saugen nebelhafte Ungeheuer erbarmungslos in sich hinein. Der Traum vom Meer zerrinnt mitsamt der Freiheit meines Willens. Ich löse…

Makroaufnahme vom Waldboden

Heute!

Heute ist seltsam, heute ist besonders, Heute ist ein Tag der mich berührt. Heute träum ich, heute begegnest du, heute triffst du mich das erste Mal. Gestern war die Welt völlig in Ordnung. Gestern war ich leer, wie jeden Tag so leer. Heute tranken wir, heute ein Glas Wein. Heute saßen wir zusammen in der Bar. Heute hat dein Lächeln, heute hat es mich gefangen. Heute ist morgen und ein Leben lang. Heute bin ich nicht, heute bist du nicht, heute sind wir nicht, nicht von dieser Welt. Heute nur Schönheit, heute nur Verlangen Heute Verstehen und in die Zukunft…

ein Mann greift sich schmerzvoll ans Herz

Nur Fassade

Du und ich - ein Traum? Hasse dich unendlich. Niemand glaubt es, wie du mich täglich tötest. Hasse dich, weil du mit ganzem Herzen auf mich herabschaust, mich verachtest. Bin nicht Superman, bin nur ein Mensch. Fehler, Gefühle, Krankheit. Und du eine Göttin? Früher warst du das. Doch heute - nur noch Folter. Bringst meine Freude jeden Tag zum Sterben. Begrab dich heute. Es regnet im Wald. Das Loch ist groß, es reicht für uns beide. zurück

eine verlassene Bank

Kein Lebewohl!

Jeden Morgen erwachen mit Leere im Herzen. Quäle mich aus dem Bett und frage mich: Wofür? Wozu das Einerlei des tristen Alltags leben? Jeden mühsamen Kampf als Verlierer beenden? Am Ende des Tunnels wartet nur die Nacht. Sehnt sich danach, mich zu verschlingen. Wie ein alter Wolf, der nie mehr heult, schlucke ich, nur um zu leben, jede Erniedrigung. Dankbar. Wie die Sonne heute grausam durch die Fenster sticht. Mir mitten ins Herz stößt sie ihren Strahl. „Du musst aufstehen! Endlich etwas essen!“ Jemandes sorgende Stimme berührt mich nicht. Dringt nicht mehr ein in mich. Habe es nur satt. Wenn…

ein Frauengesicht hinter Glas

Coffeeshop

Wie immer Durst am Morgen schlich ein Schatten meiner selbst, innendrin nur voll mit Sorgen zum Coffeeshop. Wie immer Sehnsucht spürend trat ich durch die Tür, innendrin noch immer frierend, in den Coffeeshop. Die Freude taute langsam auf. Wie gewöhnlich wartete mein Tisch. Dann nahm alles seinen Lauf im Coffeeshop. Wie immer an dem Fenster dort Würde mich mein Stuhl erwarten. Er war mein Rückzugsort im Coffeeshop. Panik heute! Mein Platz nicht frei! Jemandem mit langem Haar schien es einerlei im Coffeeshop! Zerstört am Boden und umnachtet nahm ich den noch freien Stuhl. Hab nicht auf die Frau geachtet im Coffeeshop. Hätt‘…

ein Rabe auf einem Baum

Der Rabe

Liege unter dem Wacholderstrauch und sterbe. Komme aus dem Krieg, dem unmenschlichen Gespenst. Schwer verwundet, ohne Hoffnung lieg ich da und bete. Bete, dass meine Braut nie erfährt, wie es mit mir zu Ende ging. Da fliegt ein Rabe über mir, bereit, meine Seele zu holen. Noch kreist er, wartet geduldig auf den letzten Atemzug. "Rabe, flieg! Flieg zu meiner Braut! Wenn du meine Seele geholt hast, flieg zu ihr! Und erzähle! Erzähle eine Lügengeschichte über mich!" "Rabe, lieber Rabe, schwör mir jetzt, dass du ihr sagst, ich lebe noch! Ich lebe jetzt mit einer anderen und bin glücklich ohne…

ein Paar auf einer Bank

Du – mein Sinn im Leben

Lebe für mich allein, ohne dich, deine Wärme, deinen Mund. Verschwende meine Zeit mein Leben meine Kraft mein Gefühl. Verschwende alles Wertvolle Freundschaften, Gewohnheiten, Weisheiten. Alles ändert sich dann als ich dich treffe und verschmelze. Verbringe endlos Zeit mit dir, durch dich, bei dir. Liege dann im Grab ohne Reue, mit Erfüllung, sehr zufrieden. zurück

eine alte Litfasssäule

Die alte Litfaßsäule

Eine alte Litfaßsäule mit mehr Rissen als Plakaten steht am Stadtrand einsam - wie verraten. Diese alte Litfaßsäule, keiner braucht sie mehr. Dass sie wieder leuchten möge, wünscht sie sich so sehr. Und die alte Litfaßsäule, grau und ohne Zweck, gibt alsbald die Hoffnung auf - wünscht sich nur noch weg! Wie die alte Litfaßsäule traurig fast schon will ermatten, trifft ein junges Menschenpaar küssend sich in ihrem Schatten. Da spürt die alte Litfaßsäule, dass sie steht nicht ohne Zweck. Sie wird rundherum ganz rot und schaut leise schmunzelnd weg. Hörprobe: Gedicht anhören zurück

ein verliebtes Paar am Meer

Nur du

Fühlst du dich elend, bin ich da, um dich zu stützen. Dir ganz nah. Fühlst du nur Trauer und dein Herz klopft wild, schweig ich mit dir. Meine Ruhe dich umhüllt. Bist du am Boden, verlierst den Grund, hast nur noch Zweifel, tröstet dich mein Mund. Und schauen deine Augen später strahlend in die Welt, fühlst dich wieder glücklich - es bist nur du, die für mich zählt. Hörprobe: Sprecherin Dana Schuster zurück Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... Video ohne Cookie

eine Frau mit verbundenen Augen

Tiefer Fall

Du und ich, immer beieinander. Besser konnte es nicht sein. Konventionen, niemals Durcheinander- unsre Herzen - wie aus Stein. Lass uns jetzt nach unten gehn, in den Keller unsres Lebens, und uns gegenüberstehn der Asche unsres Strebens. Normal gelebt ist nun gewesen, jetzt gilt es nur noch zu versinken. Im Morast und Schlamm verwesen, uns aus allem auszuklinken. Du kommst nicht mit mir herunter? Lässt mich ganz alleine gehn? Bist du vielleicht noch lebensmunter? Um mich jedoch ist es geschehn. "Der ist verloren, ohne Frage! War eh so komisch von jeher!" Verwese lustvoll ohne Klage, kein Anspruch quält mich mehr.

ein Frauengesicht hinter Glas

Spiegelglas

Schau durch die Scheibe und sehe mich. Nur ganz schwach dahinter dein Gesicht. Das Glas alltäglicher Gefälligkeit verschleiert mir den Blick. Sterb ich einsam liegt es nicht an dir. Bin selber schuld. Hätte mit dem Hammer mutiger Entschlossenheit zertrümmern sollen unser beider Einsamkeit. zurück

ein gemaltes Frauengesicht

Warum …

Warum bist du da? Warum quälst du dich mit mir? Warum stöhne ich mit Schmerzen auf über dich? Pech und Schwefel sind wir zwei und explodieren. Warum müssen wir so eng uns reiben bis es glüht? Warum schmerzt es, wenn wir brennend vergehen ineinander? Warum, Warum. Womöglich kann die Antwort Liebe sein? zurück

eine Frau trauert

Der Gefühle Tod

Gefühle gleich den alten Socken abgelegt und ausgewaschen verlieren Farbe grau und trocken. Das Prickelnde verdunstet wie Saunanebel nach der Öffnungszeit. Wird schal und ohne Kraft. Ich legte dir mein Herz und was ich fühlte offen. Du findest keine Zeit, degradierst nur mein Vertrauen. Ich bin noch ich und kenne gut was in mir steckt. Trotz deiner Ignoranz. Gefühle sind wie alte Socken doch auch die Menschen denen ich sie teile. Bleib nur ich. Alleine. zurück

ein dunkler Raum mit Schattenhänden an den Wänden 

Im Gedenken

Furchtbar fremde Gedanken stülpen sich mit Macht über meinen Verstand. Verbrennen mir die Seele. Ängste fest umranken mich in dunkler Nacht. Ich bin verdammt, schrei Furcht aus voller Kehle. °°° Erwache nass und abgehetzt. Mein Herz schlägt zitternd durch die Brust und sticht. Der Verstand sich bald zersetzt. Meine Existenz- verwitternd. Leb nicht mehr im Licht. °°° Wer und wo bin ich? Unerlöst von aller Qual. Sag es mir und sprich: Bin ich nicht normal? °°° Liebster, hattest einen Traum, wie jede Nacht seit meinem Tod. Durchziehst nun Zeit und Raum und leidest schlimmste Not." zurück

ein Liebespaar im Bett

Erkenntnisse

Ich schlaf in meinem Bett - ganz ohne dich. Ich schlaf in meinem Bett und kuschle mich ins Kissen, warm und weich. Keine Sorgen - Freude ungetrübt! Eine Minute und sogleich mich der schönste Traum umgibt. Ich träume von der schönsten Frau die es gibt auf dieser Welt und weiß plötzlich ganz genau was mich am Leben hält: Deine Liebe ist es, dein Vertraun zu mir. Deine Liebe ist es! Du bist mein Saphir. zurück

eine Frau liegt mit einem Glas Wein auf dem Sofa

Ausgestiegen

Habe heute nichts vollbracht, sondern einfach nur gelebt. Seit am Morgen aufgewacht nach gar nichts mehr gestrebt. Fühle mich jetzt schlecht als hätt ich was versäumt. Ist das aber recht? Habe doch soviel geträumt! Habe nichts vollbracht, keinen einz'gen Stein bewegt. Besteht nun der Verdacht, dass es mit mir zu Ende geht? Halbe Flasche Wein getrunken, die andre Hälfte hinterher. Völlig in Ideen versunken, Musik gehört und nicht viel mehr. Vorwurfsvoll schaust du zu mir als wär ich nutzlos nur. Ahnst du nicht, dass ich krepier durch des Alltags Diktatur? Ich muss doch träumen, fantasieren und erleben! Die Wirklichkeit versäumen,…

Hände umgreifen einen Baum

Der Alptraum

Geh weg von mir Du bist einer nur von vielen. Verschwinde hier, hör auf, mit mir zu spielen. Fühle mich schlecht - alles wegen dir! Bist so ungerecht, warum bist du hier? Ständige Erinnerung an deine Grausamkeiten! Nebel in der Dämmerung statt sonnig lichte Zeiten. Wie das Böse in mir drin gebiert Abscheulichkeit! Schlafen ohne Sinn - nur Verwerflichkeit! Tiefer Blick in meine Seele macht mich panisch zitternd. Traumgedeutet pfähle ich mein Herz, zersplitternd. Geh weg, verschwinde! Jag mir keinen Schrecken ein! Ich schaffe es und binde den Alptraum fest. Vorbei die Pein. zurück

ein Frau im Wald mit Regenschirm

In Erinnerung

Sah ich heute eine Frau. Sie rührte die Vergangenheit unerbittlich in mir auf und dann war sie du. Sie hat Augen wie du, du Treulose. Freundin jenseits aller Freundschaft. Wieviel hat uns verbunden! Vielmehr mich mit dir! Denn was du empfandest bleibt ein Geheimnis. Lachtest mir ins Gesicht und warst so offen, als wäre deine Seele verbunden eng mit meiner. Du bist des Heuchelns nicht fähig, wie ich meine. Was also ist geschehen, dass du mich nicht mehr kennst? Bist so kostbar, so besonders. Warum hast du dich zurückgezogen? Nicht ein einziges Wort mehr gönnst du mir, nur Schweigen. Es…

Frau und Mann ziehen sich die Bettdecke übers Gesicht

Morgengedanken

Wenn du früh erwachst und mit Hass den Wecker drückst, denkst du an mich und lachst, weil das Glück du heute pflückst. Schaurig neblig kühler Morgen nimmt dir keinen Augenblick das Gefühl, dass du geborgen bist in jedem Augenblick. "Wie verdiene ich die Wärme, dein unendliches Vertrauen? Der ganzen Himmels Sterne, die des Herzens Kälte tauen?" "Bist doch mein Mann, dem ich vertraue! Der mich verstehen kann, auf dem ich baue!" "Und du, Erwachte, bist mein Schicksal ewig. Die, die machte mich zu einem König." Wenn du früh erwachst und mit Hass den Wecker drückst, denkst du an mich und…

ein wütendes Gesicht

Wut

Wut! Tut gut! Schafft Mut! Zerstört mit Glut! Ich bin nicht gut! In mir kocht der Sud und wallt das Blut. Und in einem Zug der tote Freund im Arm mir ruht. Warum Rache niemals ruht? zurück

ein Mann wirkt verloren

Krankheit und Liebe

Gib mir einen Grund dich zu verlassen. Gib mir einen Grund, dich zu hassen. Du liebst mit Herz und klammerst fest. Du liebst mit Herz und der Liebe Rest. Hab dich nicht verdient bin nur noch Glut. Hab dich nicht verdient Bleibt nur noch die Wut! Verzweiflung über mich alle Gedanken zersiebt. Allmählich zerfalle ich an deiner Brust, die liebt. Der Arzt, der sagt: "Nehmen Sie das ein!" Der Chef, der klagt: "Mensch, gehn Sie heim!" Wie kannst du weiterhin mich lieben und ertragen? Mit unendlich positivem Sinn mich halten ohne Fragen? Gib mir einen Grund, dich zu verlassen Gib…

ein einsames Boot auf dem See

Nach einem schweren Tag

Ich bin müde und schwebe aus dem Tag hinaus. Höre noch Musik, die mich behutsam trägt, umhüllt. Grelle Tagesbilder verblassen Ruhe hinterlassend. Frieden. Eins mit allem als Nebel und doch einzig. zurück

ein trauriger Mann auf einer Bank

Es geschehn keine Wunder

Ich hänge herum und hasse mich. Verpasste zu sagen: "Ich brauche dich." Ich hänge herum elend verlassen. Wie konnte ich den Moment nur verpassen? Ich hänge herum und kein Wunder geschieht. Nichts bringt dich zurück nichts dich zu mir zieht. Bin eine Null und hänge nur rum. Farblos, gewöhnlich unfähig, dumm. Lass ein Wunder geschehn, mich anders sein als immer! Lass mich kämpfen! Aber alles wird schlimmer. Endlich helfen die Pillen, alles ist jetzt vorbei. Träume von dir sagen Goodbye. zurück

eine Kohlezeichnung einer Frau

Als ich ein Kind war …

Als ich ein Kind war. war der Sommer endlos. Ewige zwei Monate ohne Freunde spielen. Als ich ein Kind war, verstand ich die Stimme des Waldes. Die Wiesen dufteten im Nebeldunst. und die Kartoffeln im Feuer. Als ich ein Kind war, hat man mich verspottet. Jeder Schultag nur Horror und Schmerz in der Seele. Als ich ein Kind war, wollte ich älter sein. Endlich die Macht der Erwachsenen haben. Heute, die Jahre vergangen, bin ich innerlich geblieben und völlig gefangen ein Kind, das sich immer noch sehnt. zurück

Ein riesiges Auge

Netz der Augen

Wälzen im Bett, mühsames Erwachen. „Und ich sehe dich!“ Erster Kaffee nach dem Zähneputzen. „Aber ich sehe dich!“ Haare kämmen, Wohnung schließen. „Doch ich sehe dich.“ „Ich bin nicht eins, ich bin Milliarden. Billionen und nicht etwa Gott gehörend. Armeen von toten Blicken spähend für ein Netz von Irren.“ Büro betreten, freundlich grüßen. „Und ich sehe dich!“ Computer starten, heimlich surfen. „Aber ich sehe dich!“ Freundin treffen, essen gehen. „Doch ich sehe dich.“ „Ich bin nie müde, immer da Während meine Schöpfer wechselnd ihre Seelen betten sehe ich sie.“ Den Powerknopf auf AUS! „Und ich sehe dich! Hektisch und ratlos…

Ein Mann und eine Frau von hinten im Winterwald

Nur ein Spiel

Hand in Hand, Schritt an Schritt. Innig bekannt gehst du mit. Kennst mich kaum, ich bin dein Date. "Kannst mir vertraun!" Bin nur ein Fake. Regen der Nacht verwischt die Spur. Ich hab die Macht und spiele nur. Spiele mit dir, mit deinem Lachen. Jetzt und hier bin ich dein Drachen. Liebe? Vertrauen? In letzter Sekunde- Augen, sie schauen entsetzt in die Runde. Es gibt sie nie- alles ein Spiel! Liebe und Poesie. Getäuscht ohne Ziel. Hand in Hand, und nur ein Spiel? "Dass ich dich fand, ist mir so viel!" Spiel ich mit dir? Kontrolle entfiel. "Spielst du mit…

eine Frau sitzt im Sonnenuntergang

Widerstand

Tosend, lärmend und aktiv - in meinem Kopf nur Brei. Dynamisch, immer positiv - alles zieht vorbei. Bin ich tot, vielleicht senil? Hektik schwappt herein. Ist mir alles viel zu viel! So will ich nicht sein. Keine Zeit mehr fürs Besinnen, nur getrimmt auf den Kommerz! Lasse mich nicht fremdbestimmen schäme mich nicht für den Schmerz! Aufgesetzte Fröhlichkeit, Lächeln nur fürs Protokoll! Hasse diese Seeligkeit, weiß nicht, was das soll! Muss nicht immer funktionieren um jeden zu gefallen. Kann mich durchaus reduzieren als Leisester von allen. Dann zieh ich mich zurück und lasse alle toben. Unabhängig ist mein Glück von…

Steinstatue einer trauernden Frau

Ewigkeit

Dinge fließen, alles fließt, alles ist bewegt und wallt. Wie da ein Vogel schießt, wie da ein Donner grollt. Alles ist im Fluss der Zeiten und ein jedes Ding vergeht. Auch der Mensch kanns nicht vermeiden, wenn’s mit ihm zu Ende geht! zurück

ein Mann im Anzug sitzt traurig auf Treppenstufen

Der große Irrtum

Alles Bemühen kann nicht mehr verbergen das Versagen. Im düstren, dunklen Lichtermeer. Hilft da noch ein Klagen? Gefangener im Glashaus eigner Unzulänglichkeiten, nur ein widerlicher Graus meiner eignen Möglichkeiten. Versagen ist der Name, den zu Recht ich mir verdiene. Unnütz steht auf meiner Fahne, Dilettant - bekannt in jeder Szene. Warum streb' ich noch und will nicht untergehn? Tief und tiefer in ein Loch - wer wird mich verstehn? Nagelschliff und Pediküre und der ganze Schein unsagbar trauriger Lektüre spinnt mich fesselnd ein. Bruch in Stil und Wesen erkennt den letzten Schein. Bin nie in Wirklichkeit gewesen, war immer nur…

ein Ehepaar im Kino

Der Kinoabend

Es ist schön, mit dir im Kino zu sitzen. Den letzten Teil von vielen zu sehn. Und ganz verschmolzen zu werden. Lass mich bitte! Bitte lass mich weinen. Es ist nur eine Illusion, aber durch mich wird sie wahr. Es ist nur Inszenierung, schlau gelenkt und manipuliert. Das weiß ich doch, genau wie du. Und mein Herz weint trotzdem. Weil es sich erinnert an wahre Geschichten. Weil es spürt den Schmerz des Vergangenen. Und ohne Weinen zerbricht es. Es sind nicht die Leute dort an der Leinwand. Ihre Geschichte ist ein Rauch nur und erfunden. Doch was sie erleben ist…

traurige Frau am Meer

Der letzte Gang

Ich bin schuldig. und bekenne mich. Am Ende werde ich mich sehr geduldig deiner Strafe übergeben. Habe alles jetzt verlebt, gute Werke sind vergessen. Nie hatte ich besessen- obwohl doch angestrebt- Wichtigkeit in deinem Leben. Verlasse jetzt die Welt, niemand wird mich suchen. Nicht einmal dein Fluchen und dein Weinen zählt. Ganz zu Ende alles Streben. zurück

Eine Frau und ein zerschnittener Liebesbrief

Allein gelassen

Sorge dich nicht! Nicht um mich! Mir geht es gut, gut, ohne dich. Sorge dich nicht, ich wollte sowieso immer allein sein, verlassen im Irgendwo. Sorge dich nicht, die vielen Jahre mit dir werd‘ ich vergessen beim fünften Glas Bier. Sorge dich nicht, wenn du mich verlässt. Schau nicht aufs Kissen von Tränen durchnässt. Sorge dich nicht! Mit keinem Gefühl traure mir nach. Das wäre zu viel! Sorge dich nicht, ich komme schon klar. Bin nicht gut für dich, das ist wirklich wahr. Sorge dich nicht, nur dein Glück ist wichtig. Ich muss nicht sein, alles ist schon richtig. „Ich…

Ein Mann spielt Gitarre

Blues

Höre den Blues und fühle mich schlecht. Höre den Blues, es ist nicht recht. Höre den Blues, und schaue dich an. Höre den Blues und weiß, ich kann Höre den Blues dich nicht mehr begleiten. Höre den Blues, nur kränken und streiten. Höre den Blues, gefriert mir das Blut Höre den Blues, niemals wird alles gut! zurück

Rote Silhouette mit Geige

Der falsche Ton

Ein junger Geiger stand, mit Lampenfieber ganz durchdrungen, auf der Bühne und empfand, als hätte jemand ihn verschlungen. Noch spielte das Orchester; er sah ins Publikum. Und hielt die Geige fester, es drehte sich um ihn herum. „Gleich! Jetzt muss mein Solo kommen!“ Er suchte schon den ersten Ton Und spielte plötzlich wie benommen, die Finger glitten ihm davon. Das Spiel war fast zu Ende schon, ein jeder saß gebannt, war still. Doch da – o weh – ein falscher Ton! Zwei Pfiffe gellten schrill. Das Klanggebilde stürzte ein, vergebens alle Müh und Plag! Der Geiger wollte nicht mehr sein.

ein junges Paar auf einer Bank

Nähe

Stürme wehen Schnee, die Täler versinken. Winde tragen Staub, lassen Grün verschwinden. Wasserbäche von oben, Wolken decken alles zu. Bei allem Chaos – meine Seele verhüllst nur du. Hörprobe: Sprecherin Dana Schuster zurück Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... Video ohne Cookie

ein Mann in Schwarz begegnet einer Frau in Weiß

Begegnung

Ich lief auf der Straße vorbei am Hafen und sah eine Frau, wie sie mürrisch blickte. Der Wind wehte ihr Haar in Wogen ins Gesicht und zog kalt an ihrem dünnen Kleid. Ich ging vorbei und vergaß die mürrisch Blickende mit ihrem Haar im unglücklichen Gesicht. °°° Ich spaziere auf der Straße unten am Hafen und probe im Kopf einen meiner Songs. Ein Mann im Wind blickt sehr mürrisch auf mich und mir wird kaltin meinem dünnen Kleid. Ich werde singen für Leute die wie er sind, alles abschätzend wissend, damit es ihnen warm wird. zurück Dieses Video wird von…

ein abstraktes Gemölde

Tragödie in Moll

Weit, weit und sehr tief, dunkel dehnt sich ein schwarzes Gewässer. Der Mond spiegelt sich nicht darin. Verborgene Ruhe, einschläfernd und betäubend. Moll! Ein Stich, ein schmerzendes Geräusch im Ohr. Vogelstimmen! S-Dur! Strahlende Akkorde erhellen den Himmel, das Pech fließt von der blauen Leinwand. Gelbe Sterne, glasklar werden sie sichtbar. Der Wind säuselt. Doch schon ziehen Wolken auf. Sie verdecken die silbergraue Mondscheibe, das blaue Tuch wird plötzlich schwarze Nacht. B-Moll, triumphal. Nebelschwaden ziehen vorbei und berühren die Oberfläche des Wassers. Die Luft wird feucht und kühl. Betäubender, moosartiger Geruch dringt von den Ufern des Wassers herüber. Moll! Adagio. Der…

Eine Frau schaut aus dem Fenster

Abschied ist ein Sterben

Als ich dich traf war jede Träne eine Melodie auf dem Weg des Sterbens. Deine Schwermut löste mich im Innern auf und trennte messergleich mein Herz in tausend Scheiben. Dort, wo dein Lächeln schließlich alles wieder heilen und verbinden sollte: Vorwurfsvolle Augen nur. Da sah ich plötzlich auch die tiefen Furchen in deinem vollkommenen Gesicht und die zerbroch’nen Träume. Ein Teil von dir wäre ich aus ganzer Seele und von Herzen gern - zum Sterben und zum Leben auch. Deines Lebens Puls und die Stärke deiner Leidenschaft reißen mich zu Boden. Wir verweilen nicht mehr. Umsonst ist alles Empfinden für…

Das Bild zeigt ein Kunstwerk des digitalen Künstlers Glauco Gianoglio, auch bekannt als SpiritBunny.

Falscher Freund

Einzig zu dem Zwecke einer riesengroßen Last ist, dass du wie eine Klette dich an mich geheftet hast. zurück

eine traurige Statue

Gespaltene Seele

„Ich hasse und ich liebe – warum, fragst du vielleicht. Ich weiß es nicht. Ich fühl’s – es kreuzigt mich“ zurück

ein riesigeger Mond versinkt im Meer, davor der Schatten eines Mannes

Der Sprung ins Meer

Als der Mond das Wasser küsste, um wenig später zu versinken in der Flut, so als müsste er für immer drin ertrinken, sprang ich ihm hinterher. Die Müdigkeit war grenzenlos, und die Seele nur noch leer. Flüchten in des Meeres Schoß! Das Wasser drang und nahm die Luft zum Atmen mit Gewalt. Die Glieder wurden lahm und alles in mir kalt. Und kurz bevor das Leben mit Hohn und Spott dann wich, sah ich den Mond erheben, so gelb und hämisch sich. Ein falscher Freund, mit Lüge er mich in die Falle zog! Jetzt spür ich die Intrige. Zu spät!…

lost place und ein Fenster

Aufschrei

Welt zerbrochen - alles hin! Alles vorbei - ich bin – warum, wieso, weshalb? – nur noch Asche. Alles kalt. zurück

eine Feder und ein Notizblock

Leiden eines Amateurs

Ich nahm so oft den Stift zur Hand, doch niemals dann die Worte fand. Zu schreiben, was passiert im Leben oder noch geschehen wird- Gedanken kleben! Doch dann, hab ich den Stift nicht mehr, da peinigen Ideen mich sehr. Im Geist entstehen dann Geschichten- doch mit dem Stift kann ich nie dichten! Hörprobe: Sprecherin Dana Schuster zurück Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... Video ohne Cookie

eine Frau mit Blut im Gesicht schaut düster

Nur Lüge

Wie sicher alles Schöne stirbt! Sogar die Liebe ist nur Schein. Ein Gift, das uns verdirbt, und jeder bleibt allein. Das Vertrauen- nur ein Messer. Niemals sollst du es vergeben. Einsamkeit ist soviel besser als ständig Qualen zu erleben. Hörprobe: Sprecherin Dana Schuster Dieses Video wird von YouTube Nocookie geladen... Zurück

eine Frau mit Hut am Fenster schaut aufs Meer

Zu spät ...

Bin heute einer schönen Frau begegnet. nein, nicht schön. Vollkommen! Wie ist jener Mensch gesegnet der sie in den Arm genommen. Nicht vollkommen, nur Fleisch und Blut. Aus Lehm und Wasser wie ich auch. Entfachend aber aus der Asche Glut die letzte Kraft- und dann nur Rauch. Ihr silber-sonnig-lachendes Gemüt und ihre tiefe schwarze Seele- Ein Abgrund, der mich zieht als ob ich nur ein Tropfen Wasser wäre. Sie ist schön, wie sie berührt und warm umschließt als Wesen sacht das Innere und so verführt mein Herz und es zerbrechlich macht. Es reißt und malmt mir tausend Wunden, oft hat…

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